{"id":660,"date":"2021-04-01T15:27:50","date_gmt":"2021-04-01T15:27:50","guid":{"rendered":"https:\/\/alex.gotterfahren.info\/?page_id=660"},"modified":"2026-08-30T05:48:37","modified_gmt":"2026-08-30T05:48:37","slug":"van-valami-bajod-valakivel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gotterfahren.info\/hu\/gott-veraendert-leben\/hast-du-etwas-gegen-jemanden","title":{"rendered":"Van valami bajod valakivel?"},"content":{"rendered":"<h1>HAST DU ETWAS GEGEN JEMANDEN?<\/h1>\n<h1>WIE KANN ICH VERGEBEN UND VERGESSEN? \u2013 VERZEIHEN BEFREIT BEIDE!<\/h1>\n<div>\n<p><span>Vergeben ist manchmal schwer. Menschlich gesehen ist es sogar manchmal unm\u00f6glich. Aber mit Gottes Hilfe ist es auf jeden Fall m\u00f6glich. Es geht heute um folgende Fragen:<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<ul>\n<li>Warum sollen wir anderen vergeben?<\/li>\n<li>Wie erhalte ich g\u00f6ttliche Vergebungskraft?<\/li>\n<li>Woran kann ich feststellen, ob ich jemandem wirklich vergeben habe?<\/li>\n<li>Welche Auswirkung hat dies f\u00fcr mich und den Anderen, dem ich vergebe?<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li>\n<h3>Ein Erlebnis von Leonardo da Vinci<\/h3>\n<div>\n<p><span>Leonardo da Vinci schuf das weltber\u00fchmte Gem\u00e4lde \u201eDas Abendmahl\u201c. Es zeigt Jesus mit seinen J\u00fcngern beim Abendmahl. Als Leonardo dieses Bild malte, hatte er einen Streit mit einem anderen K\u00fcnstler. Er wurde bitter und wollte sich r\u00e4chen. Er malte als Gesicht des Judas das Gesicht dieses anderen\u00a0K\u00fcnstlers. Er wollte ihn brandmarken, indem er ihn als Verr\u00e4ter Jesu darstellte.<\/span><\/p>\n<p>Als Leonardo etwas sp\u00e4ter das Angesicht Jesu malen wollte, kam er eigenartigerweise nicht vorw\u00e4rts. Irgendetwas schien seine besten Anstrengungen zu hindern. Schlie\u00dflich kam ihm der Gedanke, dass das zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte mit seiner Rache an dem anderen K\u00fcnstler. Wei\u00dft Du, was er tat?<\/p>\n<p>Er \u00fcbermalte das Judasgesicht und begann erneut, das Angesicht Jesu zu malen. Dieses Mal gelang es so gut, dass seither Generationen das Bild bestaunen.<\/p>\n<p>Das ist eine Lehre f\u00fcr uns. Solange wir mit unguten Gef\u00fchlen oder \u00c4rger oder Bitternis \u201eJudas-Gesichter malen\u201c, solange kann der Geist Gottes uns nicht wirklich Jesus vorstellen. Die Beziehung zu ihm entscheidet jedoch \u00fcber unser Leben. (1. Joh. 5,12)<\/p>\n<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<h3>Ein Grundproblem unseres Lebens<\/h3>\n<div>\n<div class=\"uk-panel-box-ab\">\n<p> Ein Grundproblem unseres Lebens ist es, Vergebung zu empfangen f\u00fcr unsere eigenen S\u00fcnden und Fehler, sowie anderen ihre S\u00fcnden und Fehler zu verzeihen.<\/p>\n<p>Vergebung ist nicht nur ein wichtiges geistliches Anliegen, sondern sie hat gravierende Auswirkungen auf unsere Psyche, unsere Gesundheit, auf unsere pers\u00f6nlichen Beziehungen und auf unser Lebensgl\u00fcck.<\/p>\n<\/div>\n<p>Ich habe Dir ausf\u00fchrlich geschrieben, wie wir f\u00fcr uns selbst Vergebung erlangen k\u00f6nnen.<sup>1<\/sup> Daher wollen wir uns heute dem Problem zuwenden, wie, wann und warum wir anderen verzeihen k\u00f6nnen und sollen. Erstaunlicherweise hat das gute Auswirkungen f\u00fcr beide. N\u00e4heres sp\u00e4ter.<\/p>\n<p><strong>Jesu Unterricht \u00fcber Vergebung erlangen und Verzeihung gew\u00e4hren<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eDa wandte sich Petrus an Jesus und fragte ihn: \u00bbHerr, wenn mein Bruder oder meine Schwester an mir schuldig wird, wie oft muss ich ihnen verzeihen? Siebenmal?\u00ab Jesus antwortete: \u00bbNein, nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal!\u00ab Jesus fuhr fort: \u00bbMacht euch klar, was es bedeutet, dass Gott angefangen hat, seine Herrschaft aufzurichten! Er handelt dabei wie jener K\u00f6nig, der mit den Verwaltern seiner G\u00fcter abrechnen wollte. Gleich zu Beginn brachte man ihm einen Mann, der ihm einen Millionenbetrag [Der Betrag von 10.000 Pfund entspricht \u20ac 6.000.000] schuldete. Da\u00a0er nicht zahlen konnte, befahl der Herr, ihn zu verkaufen, auch seine Frau, seine Kinder und seinen ganzen Besitz, und den Erl\u00f6s f\u00fcr die Tilgung der Schulden zu verwenden. Aber der Schuldner warf sich vor ihm nieder und bat: \u201aHab doch Geduld mit mir! Ich will dir ja alles zur\u00fcckzahlen.\u2018 Da bekam der Herr Mitleid; er gab ihn frei und erlie\u00df ihm auch noch die ganze Schuld. <\/em><\/p>\n<p><em>Kaum drau\u00dfen, traf dieser Mann auf einen Kollegen, der ihm einen geringen Betrag [Der Betrag von 10 Silbergroschen entspricht \u20ac 10] schuldete. Den packte er an der Kehle, w\u00fcrgte ihn und sagte: \u201aGib zur\u00fcck, was Du mir schuldest!\u2018 Der Schuldner fiel auf die Knie und bettelte: \u201aHab Geduld mit mir! Ich will es dir ja zur\u00fcckgeben!\u2018 Aber sein Gl\u00e4ubiger wollte nichts davon h\u00f6ren, sondern lie\u00df ihn ins Gef\u00e4ngnis werfen, bis er die Schuld beglichen h\u00e4tte. Als das seine anderen Kollegen sahen, konnten sie es nicht fassen. Sie liefen zu ihrem Herrn und erz\u00e4hlten ihm, was geschehen war. Er lie\u00df den Mann kommen und sagte: \u201aWas bist Du f\u00fcr ein b\u00f6ser Mensch! Ich habe dir die ganze Schuld erlassen, weil du mich darum gebeten hast. H\u00e4ttest du nicht auch Erbarmen haben k\u00f6nnen mit deinem Kollegen, so wie ich es mit dir gehabt habe?\u2018 Dann \u00fcbergab er ihn voller Zorn den Folterknechten zur Bestrafung, bis er die ganze Schuld zur\u00fcckgezahlt haben w\u00fcrde. So wird euch mein Vater im Himmel auch behandeln, wenn ihr eurem Bruder oder eurer Schwester nicht von Herzen verzeiht.\u201c (Matth.18,21-35 GNB)<\/em><\/p>\n<p><small><sup>1<\/sup> Artikel: \u201c<a href=\"\/beziehung-zu-gott\/gottes-vergebung-erfahren.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wie kann ich Gottes Liebe und Vergebung empfangen? <\/a>\u2013 Wie erhalte ich Vergebung? Wie wird mein Schuldproblem gel\u00f6st?\u201d<br \/><\/small><\/p>\n<p><strong>Kann meine Schuld, die mir vergeben wurde, auf mich zur\u00fcckfallen? <\/strong><br \/><strong>Wenn ja, warum?<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Gleichnis Jesu geht es um das Empfangen von Vergebung f\u00fcr uns und darum, anderen Vergebung zu gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Da gab es Einen, der hatte eine Millionenschuld. Der K\u00f6nig hatte ihm diese Riesenschuld erlassen. Nun geht dieser hin, dem diese gro\u00dfherzige Gnade erwiesen wurde, und lehnt es ab, einem seiner Schuldner eine kleine Schuld zu erlassen. Hier hatte ein Mensch unermessliche Vergebung empfangen, aber er war nicht bereit, einem anderen nur ein bisschen Vergebung zu gew\u00e4hren. Das Verh\u00e4ltnis war fast eins zu einer Million.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfherzige K\u00f6nig, der in diesem Beispiel dargestellt wird, ist Gott. Gott erl\u00e4sst denen, die sich seiner Gnade anvertrauen, eine unermessliche Schuld. Es geht um die Schuld meines ganzen Lebens. Aufgrund dieser enormen Vergebung erwartet der Herr von uns, dass auch wir unseren Schuldnern ihre eigentlich viel kleinere Schuld erlassen.<\/p>\n<p>Jesus zeigt uns, dass unsere Schuld Gott gegen\u00fcber millionenfach gr\u00f6\u00dfer ist als jede Schuld, die ein Mitmensch uns gegen\u00fcber haben kann. Was Du und ich Gott gegen\u00fcber an Schuld haben, das ist die Millionenschuld.Was der einzelne Mitmensch uns antut, das ist die kleine Schuld. Was tat der K\u00f6nig mit jenem hartherzigen Menschen?<\/p>\n<p>Weil er dem anderen die kleine Schuld nicht erlassen hat, wurden von ihm wieder die Millionen verlangt. Und weil er diese nicht bezahlen konnte, war es aus mit ihm. Das Verh\u00e4ltnis von eins zu einer Million zeigt, dass wir eigentlich ganz gro\u00dfe Narren sind, wenn wir anderen nicht verzeihen, denn\u00a0unser Verlust ist unendlich gr\u00f6\u00dfer als der des anderen.<\/p>\n<p><em>\u201eSo wird euch mein Vater im Himmel auch behandeln, wenn ihr eurem Bruder nicht von Herzen verzeiht.\u201c (Matth. 18,35 GN\u00dc)<\/em><\/p>\n<p>Was Jesus hier sagt, gilt f\u00fcr jeden von uns. Es gibt keine Ausnahme. Es gilt Dir und mir.<\/p>\n<p><strong>Erlebnis: Eine Belastung kam zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Eine \u00e4ltere Frau hatte Kontakt zu uns gefunden. Sie hatte eine gro\u00dfe Not. Vor vielen Jahren war sie bei einer Kartenlegerin gewesen. Als Folge davon litt sie unter einem Fluchzwang. Wir zeigten ihr den Weg zu Jesus. Sie bekannte Gott alle S\u00fcnden ihres Lebens, an die sie sich erinnerte. Danach beteten wir um ihre Befreiung. Sie wurde sofort frei. Aber einige Zeit sp\u00e4ter war diese Belastung wieder da. Was war geschehen? Sie war auf der Stra\u00dfe einer Frau begegnet, die ihr einmal etwas Schlimmes angetan hatte. Ihr wollte sie nicht vergeben. Sie wollte lieber zugrunde gehen, als zu vergeben. So konnte Satan sie besiegen. Ihre Belastung kam zur\u00fcck. Wir beteten, dass sie willig zur Vergebung wird. Nach zwei Wochen war es soweit. Der Herr befreite sie erneut und von da ab blieb sie frei.<\/p>\n<p>Wenn diese Frau in der S\u00fcnde der Unvers\u00f6hnlichkeit geblieben w\u00e4re, dann w\u00e4re ihr nicht nur die Belastung geblieben, die ihr t\u00e4glich gro\u00dfe Not bereitete, sondern sie h\u00e4tte zus\u00e4tzliche Schwierigkeiten der verschiedensten Art bekommen und auch das ewige Leben verloren. Das Wunderbare ist, dass wir uns von Gott Vergebungskraft schenken lassen k\u00f6nnen. Jesus ist Sieger. Er will auch uns den Sieg schenken.<\/p>\n<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<h3>Warum sollen wir verzeihen?<\/h3>\n<div>Es ist Jesu Gebot: <em>\u201eAber wenn ihr betet, dann sollt ihr euren Mitmenschen verzeihen, falls ihr etwas gegen sie habt, damit euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen auch vergibt.\u201c (Mark. 11,25 GN\u00dc)<\/em><\/p>\n<p>Gott vergibt uns unsere Riesenschuld. Er sagt uns: <em>\u201eIch habe eure ganze Schuld vergeben; sie ist verschwunden wie der Nebel vor der Sonne. Wendet euch mir zu, denn ich werde euch befreien.\u201c (Jes. 44,22 GN\u00dc)<\/em><\/p>\n<p>Durch Nichtvergeben riskieren wir den Verlust unserer eigenen Vergebung, die wir von Gott empfangen haben oder auch erwarten. Au\u00dferdem ruinieren wir unseren Charakter. Das Nichtvergeben kann eine oder mehrere der folgenden Auswirkungen auf uns selbst haben:<\/p>\n<ul>\n<li>unbestimmte Angst<\/li>\n<li>depressive Stimmungen<\/li>\n<li>ein Gef\u00fchl der Lustlosigkeit<\/li>\n<li>Verlust von Initiative<\/li>\n<li>Hass<\/li>\n<li>aggressives Verhalten<\/li>\n<li>Schlaflosigkeit<\/li>\n<li>Kopfschmerzen, Migr\u00e4ne<\/li>\n<li>Magengeschw\u00fcre<\/li>\n<li>Einsamkeit<\/li>\n<li>Kontaktschwierigkeiten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Man kann das Nichtvergeben vergleichen mit dem Einlagern von Giftm\u00fcll. Irgendwann sind die F\u00e4sser durchgerostet, und das Gift breitet sich aus. So geht es auch mit dem Nichtvergeben. Es zerst\u00f6rt schleichend unser Leben. Wir sollen vergeben, weil Nichtvergeben&nbsp;die Gemeinschaft untereinander beeintr\u00e4chtigt,&nbsp;ja, sie vielleicht sogar zerst\u00f6rt. Echte Gemeinschaft mit Gott und echte Gemeinschaft mit Menschen h\u00e4ngen eng zusammen.(1. Joh. 4,20) Wenn ich jemandem mein Vergeben vorenthalte, stelle ich gleichzeitig meine Gemeinschaft mit dem Betroffenen und mit Gott in Frage.<\/p>\n<p><strong>Eine entscheidende Sache <\/strong><\/p>\n<p>Wird nur dann Vergebung von mir erwartet, wenn jemand kommt und bekennt?&nbsp;Was ist,wenn niemand bereut und bekennt?<\/p>\n<p><em>\u201eWenn dein Bruder Unrecht getan hat, dann weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, dann verzeih ihm. Selbst wenn er siebenmal am Tagan dir schuldig wird, sollst du ihm verzeihen, wenn er kommt und sagt: Es tut mir leid.\u201c (Lk. 17,3.4 GN\u00dc)<\/em><\/p>\n<p>Wenn jemand kommt und bekennt, ist es selbstverst\u00e4ndlich, dass Gott unsere Vergebung erwartet. <em>\u201eWeise ihn zurecht!\u201c<\/em>&nbsp; bedeutet \u201ebehutsam zurechtbringen\u201c. Und \u2013 dieses Wort Jesu zeigt: Wir sollen das Wort des anderen akzeptieren. Wir sollen ihm sein Wort abnehmen. W\u00fcrden wir nicht sp\u00e4testens nach dem dritten Mal sagen: Dir glaube ich kein Wort mehr?<\/p>\n<p>Der andere Fall: <em>\u201eUnd wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr <strong>etwas wider jemand<\/strong> habt, auf dass auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure \u00dcbertretungen.\u201c (Mark.11,25 LU) <\/em><\/p>\n<p>Hier geht es um das <strong>Vergeben<\/strong> vor Gott, wenn keiner kommt und bereut und bekennt. Auch das erwartet der Herr. Davon h\u00e4ngt sogar ab, ob wir selbst Vergebung erlangen. Allerdings bleibt hier eventuell die Notwendigkeit eines&nbsp;Gespr\u00e4chs bestehen. Es geht in einem solchen Gespr\u00e4ch darum, dem anderen die Augen zu \u00f6ffnen f\u00fcr seinen verkehrten Weg und ihn zur Umkehr zu bewegen.<\/p>\n<p>Wir sehen etwas sp\u00e4ter, dass Jesus und auch Stephanus das Vergeben vor Gott praktiziert haben.<\/p>\n<p><strong>Die gro\u00dfe Tragweite des Vergebens vor Gott<\/strong><\/p>\n<p>Der Apostel Paulus schrieb an die Gemeinde in Korinth:<\/p>\n<p><em>\u201eWem ihr vergebt, dem vergebe ich auch. Wenn ich etwas zu vergeben hatte, dann habe ich es um euretwillen vor Christus l\u00e4ngst getan. Denn wir kennen die Absichten Satans nur zu genau und wissen, wie er uns zu Fall bringen m\u00f6chte. Aber das soll ihm nicht gelingen.\u201c (2. Kor. 2,10.11 Hfa)<\/em><\/p>\n<p>Satan will uns zu Fall bringen durch Nichtvergeben. Das wollen wir ja unter allen Umst\u00e4nden vermeiden.<\/p>\n<p>Der Apostel Paulus bezeichnet das Vergeben ohne dass jemand kommt, um etwas zu bekennen, als \u201eVergeben vor Christus\u201c. Wir k\u00f6nnen das auch nennen: Vergeben vor Gott.<\/p>\n<p>Von der \u00f6sterreichischen Dichterin Marie von Ebner-Eschenbach stammt das Wort:<\/p>\n<p><em>Wir sollen immer verzeihen. <\/em><br \/>\n<em>Dem Reuigen um seinetwillen, <\/em><br \/>\n<em>dem Reulosen um unsertwillen.<\/em><\/p>\n<p>In dem wertvollen Buch \u201eGedanken vom Berg der Seligpreisungen\u201c steht: \u201eWer nicht bereit ist zu vergeben, verstopft sich die Leitung, durch die ihm die Barmherzigkeit Gottes zustr\u00f6mt. Wir d\u00fcrfen uns nicht dem Gedanken hingeben, dass wir dem Beleidiger unsere Vergebung vorenthalten d\u00fcrften, solange er seinen Fehler nicht bekannt hat.\u201c <sup>2<\/sup><\/p>\n<p><small><sup>2<\/sup>&nbsp;E.G. White, Gedanken vom Berg der Seligpreisungen (Advent-Verlag Hamburg) S.127<\/small><\/p>\n<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<h3>Wie erhalte ich g\u00f6ttliche Vergebungskraft?<\/h3>\n<div>Gott ist Liebe (1. Joh. 4,8 LU). Eine Folge seiner Liebe ist G\u00fcte, Erbarmen und Geduld. Psalm 103, man nennt ihn \u201aDas Hohelied der Barmherzigkeit Gottes\u2018, sagt in den Versen 8-13 GN\u00dc:<\/p>\n<p><em>\u201eVoll G\u00fcte und Erbarmen ist der Herr, voll grenzenloser Liebe und Geduld. Er klagt nicht st\u00e4ndig an und tr\u00e4gt nicht ewig nach. Er straft uns nicht, obwohl wir es verdienten, er l\u00e4sst uns nicht f\u00fcr unser Unrecht b\u00fc\u00dfen. So unermesslich gro\u00df der Himmel ist, so gro\u00df ist Gottes G\u00fcte zu den Seinen. So fern der Osten von dem Westen liegt, so weit entfernt er unsere Schuld von uns. Der Herr liebt alle, die ihn ehren, sowie ein Vater seine Kinder liebt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wir sehen hier deutlich, dass Vergebung ihre Grundlage in der selbstlosen Liebe Gottes hat. <em>\u201eDer Gottlose lasse von seinem Wege und der \u00dcbelt\u00e4ter von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserem Gott, <strong>denn bei ihm ist viel Vergebung<\/strong>\u201c. (Jes. 55,7 LU)<\/em><\/p>\n<p>Mit dieser Verhei\u00dfung d\u00fcrfen wir uns aus dem unendlich gro\u00dfen Vergebungsschatz unseres Gottes Vergebungskraft erbitten und auch empfangen. Gott schenkt sie uns.<\/p>\n<p><strong>Meine erste Gebetserfahrung unter Berufung auf Verhei\u00dfungen in der Bibel<\/strong><\/p>\n<p>Es geschah in meiner Anfangszeit als Seelsorger. Ich war einige Tage dienstlich verreist gewesen. Als ich nach Hause kam, sah ich die Post durch. Darunter war ein Brief meines Vorgesetzten aus M\u00fcnchen. In Kopie beigef\u00fcgt fand sich ein Brief, den ein Bruder aus meiner Gemeinde in Regensburg an ihn geschrieben hatte. Er hatte ihm mitgeteilt, dass ich etwas nicht erledigt h\u00e4tte. Ich wusste sofort, dass dies ein Irrtum war, denn ich hatte diese Sache erledigt. Am n\u00e4chsten Morgen war mein erster Gedanke: Wieso schrieb mein Bruder nach M\u00fcnchen, statt mich hier anzusprechen? Ich wollte ihm nicht b\u00f6se sein, aber nach einiger Zeit stellte ich fest, dass ich ungute Gef\u00fchle gegen ihn hegte. So betete ich das nachfolgende Gebet:<\/p>\n<p>Wie ging die Sache aus?&nbsp;Nach dem Gebet ging ich an meine Arbeit. Als ich nach etwa einer Stunde an dieses Anliegen dachte, wusste ich ganz klar alle Einzelheiten. Es hat mich aber innerlich \u00fcberhaupt nicht mehr belastet. Beim Bibelgespr\u00e4ch im n\u00e4chsten Gottesdienst konnte ich ganz unmerklich einflie\u00dfen lassen, dass ich jene bewusste Sache erledigt hatte. Da kam der Bruder in der Pause zu mir und wollte sich entschuldigen. Ich sagte ihm: \u201eIch wei\u00df, was Du mir sagen willst. Es ist alles wieder in Ordnung.\u201c Wir gaben uns die Hand. Als ich mich am Ende des Gottesdienstes von ihm verabschiedete, sahen wir uns einen Moment l\u00e4nger in die Augen. Wir waren beide wieder froh geworden.<\/p>\n<div class=\"uk-panel-box-ab\">\n<p><strong>Gebet<\/strong><br \/>\nVater im Himmel, Du kennst diesen Brief. Du wei\u00dft, dass dies ein Irrtum ist. Du wei\u00dft auch, dass ich meinem Bruder nicht b\u00f6se sein will, aber ich stelle fest, dass es der Fall ist. Bitte vergib mir dies. Habe Dank, dass Du mir schon vergeben hast, denn dein Wort sagt: Wenn wir aber unsere S\u00fcnden bekennen, vergibst Du uns. (nach 1. Joh. 1,9) Aber, Vater, ich habe noch ein Problem: Ich habe noch diese unguten Gef\u00fchle in meinem Herzen und werde sie nicht los. Ich muss dauernd an diese Sache denken. Ich bitte dich, nimm Du sie mir weg. Da dein Wort sagt: <em>\u201eWenn der Sohn euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.\u201c (Joh. 8, 36 GN\u00dc)<\/em> danke ich dir, dass Du sie mir bereits weggenommen hast. Bitte sei auch mit meinem Bruder und hilf auch ihm zurecht. Und schenke mir, dass ich ihn von Herzen liebhaben kann. Habe Lob und Dank f\u00fcr Deine Hilfe. Amen.<\/p>\n<\/div>\n<p>Vor einigen Jahren habe ich ein Buch gelesen, das mich stark beeindruckt hat: <sup>3<\/sup> Ich m\u00f6chte daraus berichten:<\/p>\n<p><small><sup>3<\/sup>&nbsp;Catherine Marshall, \u201eSchritt f\u00fcr Schritt\u201c, Friedrich Bahn Verlag, Kapitel 3; vergriffen. Es wird nicht mehr aufgelegt.<\/small><\/p>\n<p><strong>Warum wurden seine Gebete nicht erh\u00f6rt?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Afrika-Missionar im Ruhestand war zu Gast bei Katharina und Leonhard. Er sagte ihnen: \u201eIhr hattet mir doch erz\u00e4hlt, dass eine Reihe nichterh\u00f6rter Gebete euch zu schaffen macht. Ich habe in meinem Leben herausgefunden, dass die Grundhaltung des Verzeihens eine Bedingung daf\u00fcr ist, dass meine Gebete erh\u00f6rt werden.\u201c<\/p>\n<p>Er fuhr fort: \u201eVor einigen Jahren machte ich eine Phase durch, in der meinen Gebeten jede Kraft fehlte, und ich betete daher: Herr,ich habe nicht genug Glauben. Schenke mir mehr Glauben. Ich erkannte dann aber, dass das nicht mein Glaube war, sondern meine Vorbehalte und Vorw\u00fcrfe, meine Vorurteile gegen eine ganze Menge Menschen. Dies war das Problem, warum meine Gebete nicht erh\u00f6rt wurden.\u201c<\/p>\n<p>Ich denke, wir stimmen alle zu, dass Nichtvergeben bedeutet, etwas gegen jemanden zu haben. Jesus sagte: <em>\u201eAber wenn ihr betet, dann sollt ihr euren Mitmenschen verzeihen, <strong>falls ihr etwas gegen sie habt<\/strong>, damit euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen auch vergibt.\u201c (Mk. 11, 25 GN\u00dc)<\/em> Jesu Auftrag ist es, zu vergeben.<\/p>\n<p><strong>Wer ist \u201eJemand\u201c? Was ist \u201eEtwas\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>Jemand! Das kann nur die Bedeutung haben: Irgendjemand, jedermann, ohne Ausnahme. Und was bedeutet etwas? Das meint, irgendetwas, ganz gleich was; alles, was immer es sein mag; alles, ohne Ausnahme. Verzeiht, wenn ihr etwas gegen jemand habt.<\/p>\n<p>Wenn ich empfinde, dass mir Unrecht getan wurde, dann soll ich dem anderen vergeben. Dabei kann es sein, dass es tats\u00e4chlich Unrecht war oder dass ich es nur so empfinde. Der andere sieht es vielleicht gar nicht als Unrecht an. Vielleicht war es auch keines, aber ich sehe es so. Es kann sogar sein, dass ich dem anderen meine Vergebung mitteile, und er sagt mir: Ich w\u00fcsste gar nicht, was du mir zu vergeben h\u00e4ttest.<\/p>\n<p>Jesus fordert uns auf, alle einzelnen Ungerechtigkeiten und alles uns zugef\u00fcgte Unrecht zu verzeihen. Im Vater Unser findet sich eine gef\u00e4hrliche Bitte:<\/p>\n<p><em>\u201eVergib uns unsere Schuld, <strong>wie auch wir allen vergeben <span style=\"text-decoration: underline;\">haben<\/span>, die an uns schuldig geworden sind<\/strong>.\u201c (Mt. 6,12 GNB)<\/em><\/p>\n<p>Der Nachsatz hierzu im Vater Unser lautet: <em>\u201eWenn ihr den anderen vergebt, was sie euch angetan haben, dann wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr aber den anderen nicht vergebt, dann wird euer Vater euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.\u201c (Mt. 6,14.15 GNB)<\/em><\/p>\n<p>Ralph Luther sagt dazu: \u201eUnsere Schuldner sind nicht nur die, die uns ausdr\u00fccklich beleidigt haben, sondern alle Menschen, die uns etwas schuldig geblieben sind an Verst\u00e4ndnis, an R\u00fccksicht, an Hilfsbereitschaft, an Dankbarkeit, an Freundschaft oder was es sonst sei. Es kommt uns zu, ihnen die Schuld zu erlassen.\u201d<sup>4<\/sup><\/p>\n<p><small><sup>4<\/sup>&nbsp;Neutestamentlichen W\u00f6rterbuch, S. 264\/65 ,Stichwort \u201eVergebung (unter Menschen)<br \/>\n<\/small><\/p>\n<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<h3>Wann sollen wir vergeben?<\/h3>\n<div><em>\u201e\u2026 wenn ihr steht und betet, so vergebt.\u201c (Mk 11,25 LU)<\/em> Gem\u00e4\u00df diesem Wort Jesu sollen wir bei unserem n\u00e4chsten Gebet vergeben.Was tun, wenn uns die Bereitschaft dazu fehlt? Dann d\u00fcrfen wir um die Bereitwilligkeit und die Kraft dazu beten. Gott ist bereit, uns zu helfen. Das nebenstehende Gebet k\u00f6nnte etwa lauten:<\/p>\n<p>(Darf ich empfehlen: Wenn Du diese Gebete betest, bete laut. Wir k\u00f6nnen uns dadurch viel besser konzentrieren. Die Textangaben in Klammern brauchen wir nicht in unsere Gebete mit hineinzunehmen.)<\/p>\n<p><strong>Jesus und Stephanus haben \u201evor Gott vergeben\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Jesus praktizierte das selbst. Er betete am Kreuz, ohne dass sich jemand im Geringsten bei ihm entschuldigt h\u00e4tte: <em>Vater, vergib ihnen! Sie wissen nicht, was sie tun.\u201c (Luk. 23,34 GN\u00dc)<\/em>. Keinem von uns ist bis heute ein so furchtbares Unrecht widerfahren wie unserem Herrn Jesus. Jesus vergab sofort pers\u00f6nlich und legte zus\u00e4tzlich F\u00fcrbitte ein.<\/p>\n<p>Stephanus praktizierte das auch, als er gesteinigt wurde:<em> \u201eDann kniete er [Stephanus] nieder und rief laut: Herr, strafe sie nicht f\u00fcr diese Schuld!\u201c (Apg. 7, 59 GN\u00dc)<\/em> Das hei\u00dft doch: Herr, ich vergebe ihnen und bitte vergib Du ihnen auch!<\/p>\n<div class=\"uk-panel-box-ab\">\n<p><strong>Gebet<\/strong><br \/>\nVater im Himmel, Du erwartest von uns, dass wir vergeben. Ich wei\u00df, dass Du keine Erwartung an uns stellst, zu der Du uns nicht auch die Kraft gibst. Ich m\u00f6chte vergeben. Aber ich bin noch nicht ganz dazu bereit. So bitte ich Dich herzlich, vergib mir das und beseitige diesen Mangel in meinem Herzen. Jesus hat gesagt: <em>\u201eWenn der Sohn Gottes euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.\u201c <\/em>(Joh. 8,36 GN\u00dc) Daher bitte ich Dich, befreie mich jetzt von meinem Mangel an Vergebungsbereitschaft. Habe Dank, dass Du meine Bitte schon gew\u00e4hrt hast. Du sagst weiter:<\/p>\n<p><em>\u201eDer Gottlose lasse von seinem Weg und der \u00dcbelt\u00e4ter von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserem Gott, <span style=\"text-decoration: underline;\">denn bei ihm ist viel Vergebung.<\/span>\u201c(Jes. 55,7 LU) <\/em>Bitte schenke mir so viel g\u00f6ttliche Vergebungskraft, wie ich in meiner Situation brauche. Da es eine Bitte nach Deinem Willen ist, danke ich Dir, dass Du mich bereits erh\u00f6rt (1. Joh. 5, 14.15 K\u00dc) und mir Vergebungskraft geschenkt hast.<\/p>\n<\/div>\n<p><small><br \/>\n<strong>Verwendete Bibel\u00fcbersetzungen:<\/strong><br \/>\nGN\u00dc Die Gute Nachricht und GNB Gute Nachricht Bibel, Deutsche Bibelgesellschaft und Kath. Bibelwerk e.V., Stuttgart<br \/>\nLU Luther \u00dcbersetzung 1972, \u00d6sterreichische Bibelgesellschaft<br \/>\nHfa Hoffnung f\u00fcr alle, Fontis-Brunnen-Basel<br \/>\nK\u00dc K\u00fcrzinger-\u00dcbersetzung, Pattloch-Verlag, Aschaffenburg<\/small><\/p>\n<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<h3>Wie kann ich mit den vielen \u201eEtwas\u201c gegen die vielen \u201eJemands\u201c fertig werden?<\/h3>\n<div>Katharina und Leonhard begannen nach dem Besuch des Missionars damit, systematisch ihre Etwas gegen die vielen Jemands abzubauen und aufzuheben. Wie taten sie das? Jeden Morgen nahmen sie sich getrennt eine halbe Stunde Zeit, um ihre Vorw\u00fcrfe, ihre Vorhaltungen und Vorbehalte gegen\u00fcber anderen aufzuschreiben. Danach trafen sie sich jeweils zu einer Gebetsgemeinschaft, in der sie ihren Mitmenschen vergaben.<\/p>\n<p>Sie hatten erkannt, dass die Vergangenheit offen bekannt und ausger\u00e4umt werden muss, soweit das m\u00f6glich ist, wenn man in voller Freiheit leben will. Die herrliche Freiheit der Kinder Gottes h\u00e4ngt auch mit Vergeben zusammen: Sie macht uns frei zum Verzeihen. Die von Christus empfangene Vergebung erweist sich im Gew\u00e4hren von Vergebung gegen\u00fcber meinem N\u00e4chsten.<\/p>\n<p>Sie begannen so weit in der Vergangenheit, wie sie sich erinnern konnten. Jeden Morgen bearbeiteten sie einen anderen Abschnitt ihres Lebens. Dabei gruben sie Menschen und Situationen aus, die tief in ihrem Unterbewusstsein verborgen lagen. Sie gingen ihre Kindheit durch, ja, ihr ganzes Leben. Allen \u00c4rger brachten sie vor Gott und unter seine Vergebung. Als sie zur Gegenwart kamen, stellten sie fest, dass sie zu manchen Leuten ein gest\u00f6rtes Verh\u00e4ltnis hatten, das sich unter gewissen Ausfl\u00fcchten tarnte:<\/p>\n<ul>\n<li>Er liegt mir nicht.<\/li>\n<li>Ich glaube, gegen den bin ich allergisch.<\/li>\n<li>Oh, ich wei\u00df nicht, zwischen uns knistert es immer auf ungute Weise.<\/li>\n<li>Dem gehe ich besser aus dem Weg<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ihnen wurde bewusst, dass es das in Jesu Augen nicht gibt. So entschlossen sie sich, diese Leute sozusagen innerlich freizugeben, ob ihnen nun ihre Art lag oder nicht. Vielleicht kann man es so sagen: Sie vergaben ihnen, dass sie anders waren, als sie sie haben wollten. Katharina und Leonhard entdeckten, dass dieses Entr\u00fcmpeln den Weg freimacht, um Menschen zu lieben. <em>\u201eWenn der Sohn Gottes euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.\u201c (Joh. 8,36 GN\u00dc)<\/em><\/p>\n<p>Haben wir uns schon freimachen lassen von Vorbehalten, Anklagen, \u00c4rger, Vorurteilen, vom Nichtverzeihen in jeder Form? Jesus macht uns frei zum Vergeben und zur Liebe. Wer nicht vergibt, ist selbst ein Gebundener. Er muss dauernd an den anderen denken.<\/p>\n<p>Verzeihen macht uns frei. Ich glaube, in gewisser Weise auch den, dem ich vergeben habe. Der andere sp\u00fcrt es irgendwie, dass die Atmosph\u00e4re bereinigt oder ver\u00e4ndert ist.<\/p>\n<p><strong>Kann mein \u201aVergeben vor Gott\u2018 bei dem anderen etwas bewirken? <\/strong><\/p>\n<p>Der alte Afrika-Missionar war zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass sein Verzeihen zu konkreten Wirkungen Gottes im Leben der Menschen f\u00fchrt, denen wir vergeben haben. Katharina und Leonhard hatten am Anfang wenig Vertrauen, dass sich durch ihre Bekenntnisse und Gebete im Leben der betroffenen Personen positive Ver\u00e4nderungen ergeben w\u00fcrden. Es schien zu simpel, dass der Vorgang des Vergebens und der R\u00fccknahme von Anschuldigungen solche Auswirkungen haben sollte.<\/p>\n<p>Sie haben es gr\u00fcndlich gemacht. Und das ist sicher gut so. Ich habe es auch getan. Sie vergaben alle die Etwas gegen alle Jemands. Dabei stellten sie fest, dass die einfachsten Wege die nachhaltigsten sind, wenn wir dabei Jesu Anweisungen befolgen. Es gibt keinen besseren und einfacheren Weg als Jesu Weisungen.<\/p>\n<p>Mein Verzeihen kann sogar bei dem anderen, dem ich verziehen habe, Umkehr bewirken.<\/p>\n<p><strong>Lindas Verhalten<\/strong><\/p>\n<p>Als Katharina Leonhard heiratete \u2013 sie waren beide verwitwet \u2013, bekam sie eine 12-j\u00e4hrige Stieftochter: Linda. Es gab (aus der Sicht von Katharina) manche Probleme im Laufe der Jahre. Sie hielt Linda f\u00fcr ein launisches M\u00e4dchen. Katharina betete und bem\u00fchte sich, das M\u00e4dchen lieb zu haben. Eine Zeitlang ging es gut, dann kam eine neue Krise.<\/p>\n<p><strong>Katharina vergibt Linda vor Gott<\/strong><\/p>\n<p>Gerade in dieser Zeit kamen ihnen die Erkenntnisse \u00fcber das Verzeihen. Katharina war wegen Linda sehr bedr\u00fcckt. Sie verbrachte einen ganzen Vormittag damit, alle Vorbehalte und Vorw\u00fcrfe gegen Linda \u2013 bis zur\u00fcck zu ihrem Eintritt in die Familie \u2013 aufzuschreiben und zur\u00fcckzunehmen. Es gab eine Liste mit drei vollen Seiten.<\/p>\n<p>Linda war zu jener Zeit zu Besuch bei ihrer Gro\u00dfmutter. Weder Katharina noch Leonhard informierten Linda, dass sie diesbez\u00fcglich gebetet hatten. Einige Wochen nach diesen Bekenntnissen kam die Wende in Lindas Leben. Linda war nach Hause gekommen.<\/p>\n<p><strong>Linda bekehrt sich<\/strong><\/p>\n<p>Sie erz\u00e4hlt selbst folgendes: \u201eEin ganz bestimmter Augenblick hat sich mir unausl\u00f6schlich eingepr\u00e4gt. Ich stand noch mit einem Fu\u00df auf den Fliesen des Badezimmers, mit dem anderen schon in der Dusche. In diesem Augenblick durchfuhr es mich wie ein Blitz, dass \u201eEin Fu\u00df drin \u2013 der andere Fu\u00df drau\u00dfen\u201c ein genaues Abbild meines Lebens war. Schon verschiedentlich war ich drauf und dran gewesen, mein Leben Gott zu \u00fcbergeben. Aber irgendwie tat ich es doch nicht. Ich lebte in ausgesprochenem Widerspruch gegen ihn. Ich f\u00fchlte, dass dies der Augenblick der Entscheidung war\u2013 f\u00fcr IHN oder gegen IHN. Jetzt musste ich mich entscheiden. Jetzt gab es kein Ausweichen mehr. Als ich so da stand, wog ich sorgf\u00e4ltig ab, was es mich kosten w\u00fcrde, auf Gottes Seite zu treten. Mir war dabei klar, dass ich einige Dinge in meinem Leben aufgeben m\u00fcsste. Aber ich war es m\u00fcde, in zwei Welten zu leben und mich f\u00fcr keine zu entscheiden. Ich war am Ende und griff nach seinem Frieden. Ich holte tief Luft und sagte dann laut: \u201eHerr, ich entscheide mich f\u00fcr Dich.\u201c<\/p>\n<p><strong>Schwierigkeiten und Anfechtungen<\/strong><\/p>\n<p>Der folgende Tag brachte Stunden eines schwierigen Gespr\u00e4chs. Es gab ehrliche Eingest\u00e4ndnisse im Familienkreis. F\u00fcr Linda war es der Abschied von Jahren der Feindseligkeit und Schuld. F\u00fcr die Eltern die Erkenntnis von Fehlern, falschen \u00c4ngsten und fehlendem Verst\u00e4ndnis. Kurze Zeit sp\u00e4ter wurde Linda getauft.<\/p>\n<p><strong>Vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt <\/strong><\/p>\n<p>Katharina und Leonhard hatten Sorge gehabt, weil ihre Gebete eine Zeitlang nicht erh\u00f6rt worden waren. Das Erstaunliche war, dass in der Zeit davor, als ihre Gebete erh\u00f6rt worden waren, auch schon die \u201eEtwas\u201c da waren, und trotzdem hatten sie Gebetserh\u00f6rungen erlebt. Das zeigt: Es kann sein, dass einige Deiner Gebete erh\u00f6rt werden. Vielleicht meinst Du auch nur, dass sie erh\u00f6rt worden sind. <em>\u201eGott l\u00e4sst regnen \u00fcber Gerechte und Ungerechte (Matth. 5,45)<\/em> und<em> ist g\u00fctig gegen die Undankbaren\u201c (Luk. 6,35)<\/em>. Vielleicht ist manche scheinbare Erh\u00f6rung gar keine Erh\u00f6rung Deiner Gebete, sondern ein Akt der Barmherzigkeit Gottes.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Dir und mir eine ungetr\u00fcbte lebendige Beziehung mit unserem Herrn und st\u00e4ndige Gebetserh\u00f6rungen. Was k\u00f6nnen wir an unserer Vergebungsbereitschaft erkennen? An unserer Vergebungsbereitschaft k\u00f6nnen wir f\u00fcr uns selbst ablesen, ob und in welchem Grad wir mit Jesus verbunden sind.<\/p>\n<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<h3>Wie kann ich mit Gottes Hilfe sofort, ganz und bleibend vergeben?<\/h3>\n<div>Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass Gott sich \u00fcber jeden Menschen freut, der einem anderen vergibt. Wer diesen Weg jedoch mit Sicherheit gehen will und mit bleibendem Ergebnis, der tut gut daran, die folgenden Punkte zu bedenken.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Bin ich ein wiedergeborener Christ?<\/strong> (Joh. 3,1-21; 1. Joh. 5,13.) Es ist wichtig, in einer echten Beziehung zu Gott zu leben, damit er mein Gebet erh\u00f6ren kann.<\/li>\n<li><strong>Ich muss darauf achten, dass es keine noch zu bekennende S\u00fcnde in meinem Leben gibt<\/strong>, d. h. dass alle meine eigenen S\u00fcnden vergeben sind. Hier werden wir vermutlich unter anderem vor Gott bekennen m\u00fcssen, dass wir uns \u00fcber den Bruder ge\u00e4rgert haben und vielleicht, dass wir ihm nicht sofort vergeben haben. Wir d\u00fcrfen hier beten mit der Verhei\u00dfung aus 1. Joh. 1, 9: Wenn wir bekennen, vergibt er uns.<\/li>\n<li><strong>Vergebung f\u00fcr meine Schuld erlangt zu haben, muss noch nicht gleichzeitig bedeuten, dass ich auch frei bin von meinem \u00c4rger, Groll und unguten Gef\u00fchlen.<\/strong> Daf\u00fcr d\u00fcrfen wir mit Jesu Verhei\u00dfung um Befreiung bitten: <em>\u201eWenn der Sohn Gottes euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.\u201c (Joh. 8,36 GN\u00dc)<\/em> Und durch die folgende wunderbare Zusage&nbsp;Gottes d\u00fcrfen wir wissen, dass wir das Erbetene bereits besitzen, wenn wir nach dem Willen Gottes gebetet haben: <em>\u201eUnd das ist die Zuversicht, die wir haben zu ihm, dass, wenn wir etwas bitten nach seinem Willen, so h\u00f6rt er uns.\u201c (1. Joh. 5,14 LU) <\/em><em>\u201eUnd wissen wir, dass er uns erh\u00f6rt, wenn wir ihn um etwas bitten [nach seinem Willen], <strong>dann wissen wir auch, dass wir schon im Besitz des Erbetenen sind, um das wir ihn gebeten haben.<\/strong>\u201c (1. Joh. 5, 15 K\u00dc)<\/em>. <sup>5<\/sup><\/li>\n<li><strong>Ich darf Gottes Vergebungskraft f\u00fcr mich beanspruchen.<\/strong> Wir werden oft aus eigener Kraft nicht in der Lage sein, zu vergeben. Hier d\u00fcrfen wir wissen: <em>\u201eBei Gott ist viel Vergebung.\u201c (Jes. 55,7 LU)<\/em> Vergeben ist Gottes Gebot. <em><em>\u201eVergebt, so ihr etwas wider jemanden habt.\u201c (Mark. 11,25 LU) \u201eVergib uns unsere Schuld, wie auch wir jedem verzeihen, der uns Unrecht getan hat.\u201c (Matth. 6,12 GN\u00dc)<\/em><\/em>Beanspruche im Glauben \u2013 durch ein Gebet mit Verhei\u00dfungen \u2013 Gottes Vergebungskraft f\u00fcr Dein Vergeben und glaube dann, dass Du das Erbetene bereits besitzt. (1. Joh. 5, 14.15) Nachdem der Herr die Vergebung geboten hat, ist es auch m\u00f6glich, es mit seiner Hilfe sofort und ganz zu tun. Gott gebietet nichts, was wir mit seiner Hilfe nicht auch tun k\u00f6nnen. Die Vergebung bleibt f\u00fcr immer, wenn ich in Christus bleibe. Bleibe ich nicht in Christus, kann die Geschichte eines Tages wieder aufkommen durch das ber\u00fchmte Kamel, welches das Gras abfrisst. Man sagt ja: Wenn Gras \u00fcber eine Sache gewachsen ist, kommt eines Tages bestimmt ein Kamel und frisst es wieder ab.Wer sagt: Ich kann nicht vergeben, der sollte sich fragen, ob er \u00fcberhaupt vergeben will. Meine Mutter sagte immer: \u201eWer sagt: Ich kann nicht, der will nicht.\u201c Aber vielleicht konntest Du nicht vergeben, weil Du nicht wusstest, wie Du mit Gottes Hilfe vergeben kannst.<\/li>\n<li><strong>Ich darf dem Herrn sagen, dass ich meinem Bruder hiermit alles vergebe,<\/strong> was er mir oder anderen angetan hat oder angetan haben soll. Dabei ist es gut, die Dinge beim Namen zu nennen.<\/li>\n<li><strong>Bete f\u00fcr den, dem Du vergeben hast, dass der Herr ihn segnen und ihm helfen m\u00f6ge.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Erbitte Dir in einem Verhei\u00dfungsgebet die Liebe Gottes, um den Betreffenden von Herzen lieben zu k\u00f6nnen.<\/strong><\/li>\n<li>Solltest Du <strong>noch irgendeine Schwierigkeit<\/strong> mit dem Vergeben haben, dann suche eine Person deines Vertrauens zu einem seelsorgerlichen Gespr\u00e4ch auf.<\/li>\n<li>Es kann sein, dass wir im Glaubensgebet vergeben haben, aber <strong>dass unsere Gef\u00fchle noch nicht folgen. Was tun?<\/strong> Wir sollten jetzt nicht den ganzen Vorgang wiederholen, sondern Gott danken, dass wir mit seiner Hilfe verzeihen konnten. Danach sollten wir solange danken, bis unsere Gef\u00fchle nachkommen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><small><sup>5<\/sup>&nbsp;Es ist sehr wertvoll, wenn wir lernen, mit den Verhei\u00dfungen Gottes zu beten. Es kann nachgelesen werden in der Brosch\u00fcre \u201eSchritte zur pers\u00f6nlichen Erweckung\u201c in Kap. 4<\/small><\/p>\n<p>Vergebung ist die Angelegenheit eines Gebetes. Es ist keine Frage der Zeit. Es ist nicht eine Angelegenheit von Jahren. Es geht nicht darum, Gras dar\u00fcber wachsen zu lassen. Es geht auch nicht darum, zu versuchen, zu vergeben. Es steht nirgends in der Bibel, dass wir etwas versuchen sollen, was Gott geboten hat, sondern wir sollen es tun \u2013 und im Fall des Verzeihens geht es ganz klar darum, sofort zu vergeben.<\/p>\n<p>(Wenn jemand noch nicht im Glauben ist; ist es gut, zus\u00e4tzlich vorher den hier vorausgestellten Absatz zu beten. Darf ich empfehlen laut zu beten. Die Bibelstellen brauchen wir im Gebet nicht zu erw\u00e4hnen.)<\/p>\n<div class=\"uk-panel-box-ab\">\n<p><strong>Gebet<\/strong><br \/>\n\u201eGro\u00dfer Gott, ich wei\u00df nicht, ob es Dich gibt. Aber, wenn es Dich gibt, dann erh\u00f6re mein Gebet, damit auch ich wei\u00df, dass Du da bist und dass Du Dich um mich k\u00fcmmerst. Ich danke Dir herzlich daf\u00fcr.<\/p>\n<p class=\"uk-text-center\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p>Vater im Himmel, ich danke Dir, dass ich mich mit meinem Problem an Dich wenden darf.<\/p>\n<p>Ich bekenne Dir, dass ich \u00c4rger (Groll, Zorn) habe auf \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026. wegen\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026 Ich bitte Dich daf\u00fcr um Vergebung. Ich freue mich, dass Du mir diese S\u00fcnde vergibst. Da Dein Wort uns sagt: <em>\u201eWenn wir aber unsere Schuld eingestehen, d\u00fcrfen wir uns darauf verlassen, dass Gott Wort h\u00e4lt: Er wird uns dann unsere Verfehlungen vergeben und alle Schuld von uns nehmen, die wir auf uns geladen haben\u201c (1. Joh. 1,9 GN\u00dc)<\/em>, danke ich Dir herzlich, dass Du mir bereits vergeben hast (1. Joh. 5,14.15 K\u00dc).<\/p>\n<p>Vater, ich habe jedoch die Not, dass meine innere Last noch vorhanden ist. Ich kann mich selbst nicht davon befreien. Dein Wort sagt:<em> \u201eWenn der Sohn Gottes euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.\u201c (Joh.8,36 GN\u00dc)<\/em> Daher bitte ich Dich, mich jetzt von meinem \u00c4rger (Groll, Zorn) frei zu machen. Da Dein Wort au\u00dferdem sagt, dass Du Bitten nach Deinem Willen erh\u00f6rst und dass wir das Erbetene dann bereits besitzen (1. Joh. 5,14.15 K\u00dc), danke ich Dir herzlich, dass Du mich bereits frei gemacht hast. Meine menschliche Vergebungskraft reicht nicht aus, aber ich danke Dir, dass es g\u00f6ttliche Vergebungskraft gibt. Nun bitte ich Dich in Deiner gro\u00dfen G\u00fcte,&nbsp;dass Du mir Vergebungskraft schenkst, denn Dein Wort sagt: Bei unserem Gott ist viel Vergebung (nach Jes. 55,7). Bitte schenke mir aus Deinem Vergebungsschatz alle Vergebung, die ich brauche. Habe Dank, dass Du auch diese Bitte erh\u00f6rt hast.<\/p>\n<p>Danke, dass Du mich nun vorbereitet hast, um \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026(Name) sein Unrecht \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026(Angelegenheit) zu vergeben. Du, Herr Jesus, hast gesagt: Wenn ihr betet, so vergebt, wenn ihr etwas wider jemanden habt, auf dass auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure \u00dcbertretungen (nach Mark. 11,25). \u2013Aufgrund Deines Auftrags und Deiner Bef\u00e4higung vergebe ich jetzt \u2026\u2026\u2026\u2026.. (Name) sein Unrecht \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026. (Angelegenheit). Hab herzlich Dank, dass ich das durch Deine Hilfe jetzt tun konnte.<\/p>\n<p>Ich bitte Dich, schenke mir auch Liebe zu \u2026\u2026\u2026\u2026. und segne ihn. Sollten wir eine Gelegenheit haben, miteinander \u00fcber dieses Anliegen zu sprechen, so bitte ich Dich, bewahre mich vor jedem unrechten Wort und \u2013wenn irgend m\u00f6glich \u2013, bef\u00e4hige mich, ihm zurecht zu helfen, damit auch er mit Deiner Hilfe von seiner Last frei wird.<\/p>\n<p>Habe Lob und Dank f\u00fcr Deine gn\u00e4dige Hilfe.<br \/>\nAmen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<h3>Woran k\u00f6nnen wir feststellen, ob wir wirklich vergeben haben?<\/h3>\n<div>Indem wir eine positive Haltung zu dem Schuldigen einnehmen, jedoch eine negative zu dem Vorfall. Der Blick wird auf den Vorfall gerichtet, nicht auf die Person, die mir etwas angetan hat.<\/p>\n<p>Vergebung kann in dem Schuldigen ein Instrument in der Hand Gottes sehen. Vielleicht wollte Gott meine Aufmerksamkeit auf die N\u00f6te und Probleme des Schuldigen lenken.<\/p>\n<p>Vergebung erkennt, dass Bitterkeit ein Recht f\u00fcr sich in Anspruch nimmt, das wir nicht haben. Bitterkeit ist ein unbewusstes Mittel, sich an dem zu r\u00e4chen, der uns etwas angetan hat.<\/p>\n<p>Vergebung ist sich dar\u00fcber klar, dass der Misset\u00e4ter bereits die Folgen seiner Handlung versp\u00fcrt.<\/p>\n<p>Vergebung kann sich auch darin zeigen, dass wir bereit sind, mit Gottes Hilfe zugunsten des Schuldigen zu wirken.<\/p>\n<p>Ich meine, wir k\u00f6nnen es auch daran merken, ob wir im Frieden an den Betreffenden denken k\u00f6nnen, der uns Unrecht getan hat oder getan haben soll, und auch daran, dass es uns nicht dr\u00e4ngt, das zu erz\u00e4hlen, was man uns tats\u00e4chlich oder vermeintlich angetan hat. Wenn wir die alten Dinge immer wieder erz\u00e4hlen, dann meine ich, kann kaum ein wirkliches Vergeben geschehen sein.<\/p>\n<p>Vielleicht liegt das Problem aber auch darin, dass Du vergeben wolltest und es allein nicht geschafft hast. Wir brauchen zum Vergeben h\u00e4ufig die Hilfe unseres Herrn. Jesus sagt:<em> \u201eDenn ohne mich k\u00f6nnt ihr nichts vollbringen.\u201c (Joh. 15,5 GN\u00dc)<\/em> und: <em>\u201eAlles kann&nbsp;ich durch Christus, der mir Kraft und St\u00e4rke gibt.\u201c (Phil. 4,13 Hfa)<\/em> Aus diesem Grund ist es gut, wenn wir \u2013 wie bereits dargelegt\u2013 unseren wunderbaren himmlischen Vater um Vergebungskraft bitten.<\/p>\n<p><strong>Vergessen!?<\/strong><\/p>\n<p>H\u00e4ufig h\u00f6ren wir: Vergeben werde ich, aber vergessen werde ich es ihm nie. Ich denke, dass dieser Standpunkt \u00fcberwunden ist, wenn wir im Sinne dieser Darlegungen gebetet haben. Ich habe erlebt, dass ich mich nach dem Vergeben genau an die Vorg\u00e4nge erinnert habe, aber es hat mich in keiner Weise mehr belastet und auch nicht meine Beziehung zu dem Betreffenden gest\u00f6rt. Es gab auch F\u00e4lle, in denen ich gebetet habe, dass unser himmlischer Vater meine Erinnerung an den Vorgang l\u00f6schen m\u00f6ge. Er hat es getan. Wir haben einen wunderbaren Gott.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mit einer weiteren Erfahrung schlie\u00dfen, bei der die Beteiligten noch keine Nachfolger Jesu waren, au\u00dfer Tante Sybille. (Die Namen sind alle ge\u00e4ndert)<\/p>\n<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<h3>Die Erfahrung von Loretta, Sybille &#038; Tim<\/h3>\n<div>Tante Sybille kannte die Erfahrungen, die Katharina und Leonhard gemacht hatten, als sie mit Hilfe Gottes alle Etwas gegen alle Jemands vergaben. Daher bedr\u00e4ngte Sybille eines Tages ihre Schwester Loretta, auch diesen Weg zu gehen. Wie war die Situation? Loretta und ihr Mann Tim hatten eine einzige Tochter. Sie war ein h\u00fcbsches M\u00e4dchen; ich nenne sie jetzt Helga. Helga machte (aus Sicht der Eltern)&nbsp;nach ihrem 17. Geburtstag eine bedrohliche Ver\u00e4nderung ihres Wesens durch. Sie wurde einsilbig, launisch und geheimnistuerisch. Die Noten wurden schlecht. Sie rauchte Marihuana-Zigaretten und nahm Rauschgift. Alle Mahnungen halfen nichts. Eines Tages war sie verschwunden. Man fand sie in einer Gro\u00dfstadt. Sie hatte dort einen Freund gefunden und lebte dort mit ihm zusammen.<\/p>\n<p>Tante Sybille lud die jungen Leute zu Weihnachten ein. Sie kamen auch tats\u00e4chlich. Sie begr\u00fc\u00dfte sie liebevoll, gab ihnen gro\u00dfartig zu essen. Dann fragten die jungen Leute, wo sie schlafen sollten. Tante Sybille fragte: \u201eSeid ihr verheiratet?\u201c Sie sch\u00fcttelten die K\u00f6pfe. Da sagte Tante Sybille: \u201eIch werde euch getrennte Zimmer geben.\u201c Helga schrie: \u201eDu bist genau so falsch wie die anderen!\u201c und fort war sie mit ihrem Freund.<\/p>\n<p>Einige Zeit sp\u00e4ter kamen Helgas Eltern \u2013 Loretta und Tim \u2013 zu Besuch zu Tante Sybille. Sie bem\u00fchte sich, sie dazu zu bringen, Helga zu vergeben.<\/p>\n<p>Einige Monate sp\u00e4ter zogen Helga und ihr Freund in die N\u00e4he von Tante Sybille. Sie nahmen auch mit ihr Kontakt auf. Schlie\u00dflich entschlossen sie sich auch, zu heiraten. Das unverheiratete Zusammenleben war ihnen schick vorgekommen und hatte ihnen Spa\u00df gemacht. Aber sie hatten nur wenige wirkliche Freunde. Hinzu kam eine innere Unzufriedenheit, die sie nicht fassen konnten. Aber sie erkannten, dass die Ehe einen tieferen Sinn hat, als sie angenommen hatten.<\/p>\n<p>Helgas Eltern lehnten es ab, zur Trauung zu kommen. [Auch Eltern k\u00f6nnen an ihren Kindern unrecht und lieblos handeln. Ich&nbsp;hoffe, dass sie bei der Vers\u00f6hnung das junge Paar um Vergebung gebeten haben.] Loretta, die Mutter, w\u00e4re sehr gerne gekommen, aber ohne ihren Mann wollte sie es nicht tun. V\u00f6llig verzweifelt \u00fcber ihre Situation, entschloss sich Loretta, das zu tun, was ihre Schwester Sybille ihr vor Monaten gesagt hatte.<\/p>\n<p>In derselben Stunde, w\u00e4hrend Helga weit weg von zu Hause getraut wurde, zog sich ihre Mutter in das Schlafzimmer zur\u00fcck und tat zwei Dinge: Sie \u00fcbergab ihr Leben Jesus und brachte zwei Stunden damit zu, alle ihre Vorw\u00fcrfe und Anklagen gegen Helga, von deren 17. Lebensjahr ab, zu Papier zu bringen. Sie erkannte, wie viele Dinge gegen die Tochter sich bei ihr angesammelt hatten. Vor Gott vergab sie ihrer Tochter. Loretta war erleichtert und gl\u00fccklicher, als sie alle die Jahre gewesen war.<\/p>\n<p>Jetzt bedr\u00e4ngte sie ihren Mann, doch auch der Tochter zu vergeben. Er fand es besonders hart, dem Freund Helgas zu vergeben, der in seinen Augen \u201esein kleines M\u00e4dchen verf\u00fchrt hatte\u201c.<\/p>\n<p>Dann kam der denkw\u00fcrdige Tag, an dem die jungen Leute in Sybilles Wohnzimmer mit ihren Eltern vers\u00f6hnt wurden. Helga bat ihren Vater um Vergebung f\u00fcr die harten Worte von damals. Sie umarmte ihre Mutter und weinte. Dann kniete sie zu aller Erstaunen vor ihrer Tante nieder und sagte: \u201eTante Sybille, du hattest Recht damals, als du uns in zwei getrennten Zimmern unterbringen wolltest. Der Grund daf\u00fcr, dass ich so w\u00fctend wurde, war der, dass ich genau wusste, dass du Recht hattest. Das ist auch der Grund, warum wir hierher gezogen sind. Wir haben gesp\u00fcrt, dass Du der einzige Mensch bist, dem wir vertrauen konnten. Du bist f\u00fcr etwas eingestanden, und zutiefst w\u00fcnschten wir uns zu haben, was du hast.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p><strong>Mein Wunsch<\/strong><\/p>\n<p>Beziehungen zwischen Menschen werden wieder hergestellt durch Vergebung. Gott schenke Dir und mir, er schenke uns allen, solche Wunder in unseren Familien und in unseren Gemeinden.<\/p>\n<p><strong>Vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt.\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<h1>DAS K\u00d6NNTE DICH AUCH INTERESSIEREN<\/h1>\n<ul>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-stadt.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h5>Was ist Lebenserfolg?<\/h5>\n<p><a href=\"\/beziehung-zu-gott\/was-ist-lebenserfolg\"><\/a><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-bibel.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h5>Was ist das Hauptanliegen der Bibel?<\/h5>\n<p><a href=\"\/beziehung-zu-gott\/was-ist-das-hauptanliegen-der-bibel\"><\/a><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-herz.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h5>Sinnbilder der Liebe Gottes<\/h5>\n<p><a href=\"\/wege-zum-ziel\/sinnbilder-der-liebe-gottes\"><\/a><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-kreuz.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h5>Jesus von Nazareth<\/h5>\n<p><a href=\"\/beziehung-zu-gott\/jesus-einzigartig-und-unvergleichlich\"><\/a><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-taube.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h5>Leben in der Kraft Gottes<\/h5>\n<p><a href=\"\/beziehung-zu-gott\/leben-in-der-kraft-gottes\"><\/a><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-beten.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h5>Ich will Gott erleben<\/h5>\n<p><a href=\"\/zweifel-oder-glaube\/ich-will-gott-erleben\"><\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"name\":\"Basic Article\",\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"class\":\"banner-normal\",\"image\":\"wp-content\/uploads\/2021\/07\/Lernen_zu_vergeben.jpg\",\"image_position\":\"center-center\",\"image_size\":\"cover\",\"padding_bottom\":\"xlarge\",\"padding_top\":\"xlarge\",\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"\",\"width\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"}}]}],\"name\":\"Banner\",\"modified\":\"2021-03-23T16:02:54.885Z\"},{\"type\":\"section\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"\",\"width\":\"default\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"breadcrumbs\",\"props\":{\"home_text\":\"GOTT ERFAHREN\",\"show_current\":true,\"show_home\":true,\"visibility\":\"s\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"HAST DU ETWAS GEGEN JEMANDEN?\",\"image_align\":\"left\",\"image_margin\":\"xsmall\",\"margin_bottom\":\"remove\",\"title_element\":\"h1\",\"title_style\":\"h1\"}},{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"WIE KANN ICH VERGEBEN UND VERGESSEN? \u2013 VERZEIHEN BEFREIT BEIDE!\",\"image_align\":\"left\",\"image_margin\":\"xsmall\",\"margin_bottom\":\"small\",\"margin_top\":\"small\",\"title_element\":\"h1\",\"title_style\":\"h4\"}}]}],\"props\":{\"margin_bottom\":\"default\",\"margin_top\":\"default\"}},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p><span>Vergeben ist manchmal schwer. Menschlich gesehen ist es sogar manchmal unm\u00f6glich. Aber mit Gottes Hilfe ist es auf jeden Fall m\u00f6glich. Es geht heute um folgende Fragen:<\/span><\/p>\n\n\",\"margin_bottom\":\"default\",\"margin_top\":\"default\"}},{\"type\":\"panel\",\"props\":{\"content\":\"\n\n<ul>\\n\n\n<li>Warum sollen wir anderen vergeben?<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Wie erhalte ich g\u00f6ttliche Vergebungskraft?<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Woran kann ich feststellen, ob ich jemandem wirklich vergeben habe?<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Welche Auswirkung hat dies f\u00fcr mich und den Anderen, dem ich vergebe?<\/li>\n\n\\n<\/ul>\n\n\",\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"image_align\":\"top\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"link_text\":\"Read more\",\"margin_bottom\":\"default\",\"margin_top\":\"default\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"meta_style\":\"text-meta\",\"panel_padding\":\"default\",\"panel_style\":\"card-secondary\",\"title_align\":\"top\",\"title_element\":\"h3\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_hover_style\":\"reset\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"accordion\",\"props\":{\"collapsible\":false,\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"css\":\".uk-panel-box-ab {\\n    border-radius: 4px;\\n    background: #62A4E7;\\n    border: 0 solid #DDD;\\n    color: #FFF;\\n    padding: 30px;\\n    padding-bottom: 10px;\\n}\",\"image_align\":\"top\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"link_text\":\"\",\"multiple\":true,\"show_image\":true,\"show_link\":true},\"children\":[{\"type\":\"accordion_item\",\"props\":{\"content\":\"\n\n<p><span>Leonardo da Vinci schuf das weltber\u00fchmte Gem\u00e4lde \u201eDas Abendmahl\u201c. Es zeigt Jesus mit seinen J\u00fcngern beim Abendmahl. Als Leonardo dieses Bild malte, hatte er einen Streit mit einem anderen K\u00fcnstler. Er wurde bitter und wollte sich r\u00e4chen. Er malte als Gesicht des Judas das Gesicht dieses anderen\u00a0K\u00fcnstlers. Er wollte ihn brandmarken, indem er ihn als Verr\u00e4ter Jesu darstellte.<\/span><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Als Leonardo etwas sp\u00e4ter das Angesicht Jesu malen wollte, kam er eigenartigerweise nicht vorw\u00e4rts. Irgendetwas schien seine besten Anstrengungen zu hindern. Schlie\u00dflich kam ihm der Gedanke, dass das zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte mit seiner Rache an dem anderen K\u00fcnstler. Wei\u00dft Du, was er tat?<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Er \u00fcbermalte das Judasgesicht und begann erneut, das Angesicht Jesu zu malen. Dieses Mal gelang es so gut, dass seither Generationen das Bild bestaunen.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Das ist eine Lehre f\u00fcr uns. Solange wir mit unguten Gef\u00fchlen oder \u00c4rger oder Bitternis \u201eJudas-Gesichter malen\u201c, solange kann der Geist Gottes uns nicht wirklich Jesus vorstellen. Die Beziehung zu ihm entscheidet jedoch \u00fcber unser Leben. (1. Joh. 5,12)<\/p>\n\n\",\"title\":\"Ein Erlebnis von Leonardo da Vinci\"}},{\"type\":\"accordion_item\",\"props\":{\"content\":\"\n\n<div class=\\\"uk-panel-box-ab\\\">\\n\n\n<p> Ein Grundproblem unseres Lebens ist es, Vergebung zu empfangen f\u00fcr unsere eigenen S\u00fcnden und Fehler, sowie anderen ihre S\u00fcnden und Fehler zu verzeihen.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Vergebung ist nicht nur ein wichtiges geistliches Anliegen, sondern sie hat gravierende Auswirkungen auf unsere Psyche, unsere Gesundheit, auf unsere pers\u00f6nlichen Beziehungen und auf unser Lebensgl\u00fcck.<\/p>\n\n\\n<\/div>\n\n\\n\n\n<p>Ich habe Dir ausf\u00fchrlich geschrieben, wie wir f\u00fcr uns selbst Vergebung erlangen k\u00f6nnen.<sup>1<\/sup> Daher wollen wir uns heute dem Problem zuwenden, wie, wann und warum wir anderen verzeihen k\u00f6nnen und sollen. Erstaunlicherweise hat das gute Auswirkungen f\u00fcr beide. N\u00e4heres sp\u00e4ter.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Jesu Unterricht \u00fcber Vergebung erlangen und Verzeihung gew\u00e4hren<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p><em>\u201eDa wandte sich Petrus an Jesus und fragte ihn: \u00bbHerr, wenn mein Bruder oder meine Schwester an mir schuldig wird, wie oft muss ich ihnen verzeihen? Siebenmal?\u00ab Jesus antwortete: \u00bbNein, nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal!\u00ab Jesus fuhr fort: \u00bbMacht euch klar, was es bedeutet, dass Gott angefangen hat, seine Herrschaft aufzurichten! Er handelt dabei wie jener K\u00f6nig, der mit den Verwaltern seiner G\u00fcter abrechnen wollte. Gleich zu Beginn brachte man ihm einen Mann, der ihm einen Millionenbetrag [Der Betrag von 10.000 Pfund entspricht \u20ac 6.000.000] schuldete. Da\u00a0er nicht zahlen konnte, befahl der Herr, ihn zu verkaufen, auch seine Frau, seine Kinder und seinen ganzen Besitz, und den Erl\u00f6s f\u00fcr die Tilgung der Schulden zu verwenden. Aber der Schuldner warf sich vor ihm nieder und bat: \u201aHab doch Geduld mit mir! Ich will dir ja alles zur\u00fcckzahlen.\u2018 Da bekam der Herr Mitleid; er gab ihn frei und erlie\u00df ihm auch noch die ganze Schuld. <\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p><em>Kaum drau\u00dfen, traf dieser Mann auf einen Kollegen, der ihm einen geringen Betrag [Der Betrag von 10 Silbergroschen entspricht \u20ac 10] schuldete. Den packte er an der Kehle, w\u00fcrgte ihn und sagte: \u201aGib zur\u00fcck, was Du mir schuldest!\u2018 Der Schuldner fiel auf die Knie und bettelte: \u201aHab Geduld mit mir! Ich will es dir ja zur\u00fcckgeben!\u2018 Aber sein Gl\u00e4ubiger wollte nichts davon h\u00f6ren, sondern lie\u00df ihn ins Gef\u00e4ngnis werfen, bis er die Schuld beglichen h\u00e4tte. Als das seine anderen Kollegen sahen, konnten sie es nicht fassen. Sie liefen zu ihrem Herrn und erz\u00e4hlten ihm, was geschehen war. Er lie\u00df den Mann kommen und sagte: \u201aWas bist Du f\u00fcr ein b\u00f6ser Mensch! Ich habe dir die ganze Schuld erlassen, weil du mich darum gebeten hast. H\u00e4ttest du nicht auch Erbarmen haben k\u00f6nnen mit deinem Kollegen, so wie ich es mit dir gehabt habe?\u2018 Dann \u00fcbergab er ihn voller Zorn den Folterknechten zur Bestrafung, bis er die ganze Schuld zur\u00fcckgezahlt haben w\u00fcrde. So wird euch mein Vater im Himmel auch behandeln, wenn ihr eurem Bruder oder eurer Schwester nicht von Herzen verzeiht.\u201c (Matth.18,21-35 GNB)<\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p><small><sup>1<\/sup> Artikel: \u201c<a href=\\\"\/beziehung-zu-gott\/gottes-vergebung-erfahren.html\\\" target=\\\"_blank\\\" rel=\\\"noopener noreferrer\\\">Wie kann ich Gottes Liebe und Vergebung empfangen? <\/a>\u2013 Wie erhalte ich Vergebung? Wie wird mein Schuldproblem gel\u00f6st?\u201d<br \/><\/small><\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Kann meine Schuld, die mir vergeben wurde, auf mich zur\u00fcckfallen? <\/strong><br \/><strong>Wenn ja, warum?<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>In diesem Gleichnis Jesu geht es um das Empfangen von Vergebung f\u00fcr uns und darum, anderen Vergebung zu gew\u00e4hren.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Da gab es Einen, der hatte eine Millionenschuld. Der K\u00f6nig hatte ihm diese Riesenschuld erlassen. Nun geht dieser hin, dem diese gro\u00dfherzige Gnade erwiesen wurde, und lehnt es ab, einem seiner Schuldner eine kleine Schuld zu erlassen. Hier hatte ein Mensch unermessliche Vergebung empfangen, aber er war nicht bereit, einem anderen nur ein bisschen Vergebung zu gew\u00e4hren. Das Verh\u00e4ltnis war fast eins zu einer Million.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Der gro\u00dfherzige K\u00f6nig, der in diesem Beispiel dargestellt wird, ist Gott. Gott erl\u00e4sst denen, die sich seiner Gnade anvertrauen, eine unermessliche Schuld. Es geht um die Schuld meines ganzen Lebens. Aufgrund dieser enormen Vergebung erwartet der Herr von uns, dass auch wir unseren Schuldnern ihre eigentlich viel kleinere Schuld erlassen.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Jesus zeigt uns, dass unsere Schuld Gott gegen\u00fcber millionenfach gr\u00f6\u00dfer ist als jede Schuld, die ein Mitmensch uns gegen\u00fcber haben kann. Was Du und ich Gott gegen\u00fcber an Schuld haben, das ist die Millionenschuld.Was der einzelne Mitmensch uns antut, das ist die kleine Schuld. Was tat der K\u00f6nig mit jenem hartherzigen Menschen?<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Weil er dem anderen die kleine Schuld nicht erlassen hat, wurden von ihm wieder die Millionen verlangt. Und weil er diese nicht bezahlen konnte, war es aus mit ihm. Das Verh\u00e4ltnis von eins zu einer Million zeigt, dass wir eigentlich ganz gro\u00dfe Narren sind, wenn wir anderen nicht verzeihen, denn\u00a0unser Verlust ist unendlich gr\u00f6\u00dfer als der des anderen.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><em>\u201eSo wird euch mein Vater im Himmel auch behandeln, wenn ihr eurem Bruder nicht von Herzen verzeiht.\u201c (Matth. 18,35 GN\u00dc)<\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Was Jesus hier sagt, gilt f\u00fcr jeden von uns. Es gibt keine Ausnahme. Es gilt Dir und mir.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Erlebnis: Eine Belastung kam zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Eine \u00e4ltere Frau hatte Kontakt zu uns gefunden. Sie hatte eine gro\u00dfe Not. Vor vielen Jahren war sie bei einer Kartenlegerin gewesen. Als Folge davon litt sie unter einem Fluchzwang. Wir zeigten ihr den Weg zu Jesus. Sie bekannte Gott alle S\u00fcnden ihres Lebens, an die sie sich erinnerte. Danach beteten wir um ihre Befreiung. Sie wurde sofort frei. Aber einige Zeit sp\u00e4ter war diese Belastung wieder da. Was war geschehen? Sie war auf der Stra\u00dfe einer Frau begegnet, die ihr einmal etwas Schlimmes angetan hatte. Ihr wollte sie nicht vergeben. Sie wollte lieber zugrunde gehen, als zu vergeben. So konnte Satan sie besiegen. Ihre Belastung kam zur\u00fcck. Wir beteten, dass sie willig zur Vergebung wird. Nach zwei Wochen war es soweit. Der Herr befreite sie erneut und von da ab blieb sie frei.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Wenn diese Frau in der S\u00fcnde der Unvers\u00f6hnlichkeit geblieben w\u00e4re, dann w\u00e4re ihr nicht nur die Belastung geblieben, die ihr t\u00e4glich gro\u00dfe Not bereitete, sondern sie h\u00e4tte zus\u00e4tzliche Schwierigkeiten der verschiedensten Art bekommen und auch das ewige Leben verloren. Das Wunderbare ist, dass wir uns von Gott Vergebungskraft schenken lassen k\u00f6nnen. Jesus ist Sieger. Er will auch uns den Sieg schenken.<\/p>\n\n\",\"title\":\"Ein Grundproblem unseres Lebens\"}},{\"type\":\"accordion_item\",\"props\":{\"content\":\"Es ist Jesu Gebot: <em>\u201eAber wenn ihr betet, dann sollt ihr euren Mitmenschen verzeihen, falls ihr etwas gegen sie habt, damit euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen auch vergibt.\u201c (Mark. 11,25 GN\u00dc)<\/em>\n\n\n\n\\n\n\n<p>Gott vergibt uns unsere Riesenschuld. Er sagt uns: <em>\u201eIch habe eure ganze Schuld vergeben; sie ist verschwunden wie der Nebel vor der Sonne. Wendet euch mir zu, denn ich werde euch befreien.\u201c (Jes. 44,22 GN\u00dc)<\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Durch Nichtvergeben riskieren wir den Verlust unserer eigenen Vergebung, die wir von Gott empfangen haben oder auch erwarten. Au\u00dferdem ruinieren wir unseren Charakter. Das Nichtvergeben kann eine oder mehrere der folgenden Auswirkungen auf uns selbst haben:<\/p>\n\n\\n\n\n<ul>\\n\n\n<li>unbestimmte Angst<\/li>\n\n\\n\n\n<li>depressive Stimmungen<\/li>\n\n\\n\n\n<li>ein Gef\u00fchl der Lustlosigkeit<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Verlust von Initiative<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Hass<\/li>\n\n\\n\n\n<li>aggressives Verhalten<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Schlaflosigkeit<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Kopfschmerzen, Migr\u00e4ne<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Magengeschw\u00fcre<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Einsamkeit<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Kontaktschwierigkeiten<\/li>\n\n\\n<\/ul>\n\n\\n\n\n<p>Man kann das Nichtvergeben vergleichen mit dem Einlagern von Giftm\u00fcll. Irgendwann sind die F\u00e4sser durchgerostet, und das Gift breitet sich aus. So geht es auch mit dem Nichtvergeben. Es zerst\u00f6rt schleichend unser Leben. Wir sollen vergeben, weil Nichtvergeben&nbsp;die Gemeinschaft untereinander beeintr\u00e4chtigt,&nbsp;ja, sie vielleicht sogar zerst\u00f6rt. Echte Gemeinschaft mit Gott und echte Gemeinschaft mit Menschen h\u00e4ngen eng zusammen.(1. Joh. 4,20) Wenn ich jemandem mein Vergeben vorenthalte, stelle ich gleichzeitig meine Gemeinschaft mit dem Betroffenen und mit Gott in Frage.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Eine entscheidende Sache <\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Wird nur dann Vergebung von mir erwartet, wenn jemand kommt und bekennt?&nbsp;Was ist,wenn niemand bereut und bekennt?<\/p>\n\n\\n\n\n<p><em>\u201eWenn dein Bruder Unrecht getan hat, dann weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, dann verzeih ihm. Selbst wenn er siebenmal am Tagan dir schuldig wird, sollst du ihm verzeihen, wenn er kommt und sagt: Es tut mir leid.\u201c (Lk. 17,3.4 GN\u00dc)<\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Wenn jemand kommt und bekennt, ist es selbstverst\u00e4ndlich, dass Gott unsere Vergebung erwartet. <em>\u201eWeise ihn zurecht!\u201c<\/em>&nbsp; bedeutet \u201ebehutsam zurechtbringen\u201c. Und \u2013 dieses Wort Jesu zeigt: Wir sollen das Wort des anderen akzeptieren. Wir sollen ihm sein Wort abnehmen. W\u00fcrden wir nicht sp\u00e4testens nach dem dritten Mal sagen: Dir glaube ich kein Wort mehr?<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Der andere Fall: <em>\u201eUnd wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr <strong>etwas wider jemand<\/strong> habt, auf dass auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure \u00dcbertretungen.\u201c (Mark.11,25 LU) <\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Hier geht es um das <strong>Vergeben<\/strong> vor Gott, wenn keiner kommt und bereut und bekennt. Auch das erwartet der Herr. Davon h\u00e4ngt sogar ab, ob wir selbst Vergebung erlangen. Allerdings bleibt hier eventuell die Notwendigkeit eines&nbsp;Gespr\u00e4chs bestehen. Es geht in einem solchen Gespr\u00e4ch darum, dem anderen die Augen zu \u00f6ffnen f\u00fcr seinen verkehrten Weg und ihn zur Umkehr zu bewegen.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Wir sehen etwas sp\u00e4ter, dass Jesus und auch Stephanus das Vergeben vor Gott praktiziert haben.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Die gro\u00dfe Tragweite des Vergebens vor Gott<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Der Apostel Paulus schrieb an die Gemeinde in Korinth:<\/p>\n\n\\n\n\n<p><em>\u201eWem ihr vergebt, dem vergebe ich auch. Wenn ich etwas zu vergeben hatte, dann habe ich es um euretwillen vor Christus l\u00e4ngst getan. Denn wir kennen die Absichten Satans nur zu genau und wissen, wie er uns zu Fall bringen m\u00f6chte. Aber das soll ihm nicht gelingen.\u201c (2. Kor. 2,10.11 Hfa)<\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Satan will uns zu Fall bringen durch Nichtvergeben. Das wollen wir ja unter allen Umst\u00e4nden vermeiden.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Der Apostel Paulus bezeichnet das Vergeben ohne dass jemand kommt, um etwas zu bekennen, als \u201eVergeben vor Christus\u201c. Wir k\u00f6nnen das auch nennen: Vergeben vor Gott.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Von der \u00f6sterreichischen Dichterin Marie von Ebner-Eschenbach stammt das Wort:<\/p>\n\n\\n\n\n<p><em>Wir sollen immer verzeihen. <\/em><br \/>\\n<em>Dem Reuigen um seinetwillen, <\/em><br \/>\\n<em>dem Reulosen um unsertwillen.<\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p>In dem wertvollen Buch \u201eGedanken vom Berg der Seligpreisungen\u201c steht: \u201eWer nicht bereit ist zu vergeben, verstopft sich die Leitung, durch die ihm die Barmherzigkeit Gottes zustr\u00f6mt. Wir d\u00fcrfen uns nicht dem Gedanken hingeben, dass wir dem Beleidiger unsere Vergebung vorenthalten d\u00fcrften, solange er seinen Fehler nicht bekannt hat.\u201c <sup>2<\/sup><\/p>\n\n\\n\n\n<p><small><sup>2<\/sup>&nbsp;E.G. White, Gedanken vom Berg der Seligpreisungen (Advent-Verlag Hamburg) S.127<\/small><\/p>\n\n\",\"title\":\"Warum sollen wir verzeihen?\"}},{\"type\":\"accordion_item\",\"props\":{\"content\":\"Gott ist Liebe (1. Joh. 4,8 LU). Eine Folge seiner Liebe ist G\u00fcte, Erbarmen und Geduld. Psalm 103, man nennt ihn \u201aDas Hohelied der Barmherzigkeit Gottes\u2018, sagt in den Versen 8-13 GN\u00dc:\n\n\n\n\\n\n\n<p><em>\u201eVoll G\u00fcte und Erbarmen ist der Herr, voll grenzenloser Liebe und Geduld. Er klagt nicht st\u00e4ndig an und tr\u00e4gt nicht ewig nach. Er straft uns nicht, obwohl wir es verdienten, er l\u00e4sst uns nicht f\u00fcr unser Unrecht b\u00fc\u00dfen. So unermesslich gro\u00df der Himmel ist, so gro\u00df ist Gottes G\u00fcte zu den Seinen. So fern der Osten von dem Westen liegt, so weit entfernt er unsere Schuld von uns. Der Herr liebt alle, die ihn ehren, sowie ein Vater seine Kinder liebt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Wir sehen hier deutlich, dass Vergebung ihre Grundlage in der selbstlosen Liebe Gottes hat. <em>\u201eDer Gottlose lasse von seinem Wege und der \u00dcbelt\u00e4ter von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserem Gott, <strong>denn bei ihm ist viel Vergebung<\/strong>\u201c. (Jes. 55,7 LU)<\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Mit dieser Verhei\u00dfung d\u00fcrfen wir uns aus dem unendlich gro\u00dfen Vergebungsschatz unseres Gottes Vergebungskraft erbitten und auch empfangen. Gott schenkt sie uns.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Meine erste Gebetserfahrung unter Berufung auf Verhei\u00dfungen in der Bibel<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Es geschah in meiner Anfangszeit als Seelsorger. Ich war einige Tage dienstlich verreist gewesen. Als ich nach Hause kam, sah ich die Post durch. Darunter war ein Brief meines Vorgesetzten aus M\u00fcnchen. In Kopie beigef\u00fcgt fand sich ein Brief, den ein Bruder aus meiner Gemeinde in Regensburg an ihn geschrieben hatte. Er hatte ihm mitgeteilt, dass ich etwas nicht erledigt h\u00e4tte. Ich wusste sofort, dass dies ein Irrtum war, denn ich hatte diese Sache erledigt. Am n\u00e4chsten Morgen war mein erster Gedanke: Wieso schrieb mein Bruder nach M\u00fcnchen, statt mich hier anzusprechen? Ich wollte ihm nicht b\u00f6se sein, aber nach einiger Zeit stellte ich fest, dass ich ungute Gef\u00fchle gegen ihn hegte. So betete ich das nachfolgende Gebet:<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Wie ging die Sache aus?&nbsp;Nach dem Gebet ging ich an meine Arbeit. Als ich nach etwa einer Stunde an dieses Anliegen dachte, wusste ich ganz klar alle Einzelheiten. Es hat mich aber innerlich \u00fcberhaupt nicht mehr belastet. Beim Bibelgespr\u00e4ch im n\u00e4chsten Gottesdienst konnte ich ganz unmerklich einflie\u00dfen lassen, dass ich jene bewusste Sache erledigt hatte. Da kam der Bruder in der Pause zu mir und wollte sich entschuldigen. Ich sagte ihm: \u201eIch wei\u00df, was Du mir sagen willst. Es ist alles wieder in Ordnung.\u201c Wir gaben uns die Hand. Als ich mich am Ende des Gottesdienstes von ihm verabschiedete, sahen wir uns einen Moment l\u00e4nger in die Augen. Wir waren beide wieder froh geworden.<\/p>\n\n\\n\n\n<div class=\\\"uk-panel-box-ab\\\">\\n\n\n<p><strong>Gebet<\/strong><br \/>\\nVater im Himmel, Du kennst diesen Brief. Du wei\u00dft, dass dies ein Irrtum ist. Du wei\u00dft auch, dass ich meinem Bruder nicht b\u00f6se sein will, aber ich stelle fest, dass es der Fall ist. Bitte vergib mir dies. Habe Dank, dass Du mir schon vergeben hast, denn dein Wort sagt: Wenn wir aber unsere S\u00fcnden bekennen, vergibst Du uns. (nach 1. Joh. 1,9) Aber, Vater, ich habe noch ein Problem: Ich habe noch diese unguten Gef\u00fchle in meinem Herzen und werde sie nicht los. Ich muss dauernd an diese Sache denken. Ich bitte dich, nimm Du sie mir weg. Da dein Wort sagt: <em>\u201eWenn der Sohn euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.\u201c (Joh. 8, 36 GN\u00dc)<\/em> danke ich dir, dass Du sie mir bereits weggenommen hast. Bitte sei auch mit meinem Bruder und hilf auch ihm zurecht. Und schenke mir, dass ich ihn von Herzen liebhaben kann. Habe Lob und Dank f\u00fcr Deine Hilfe. Amen.<\/p>\n\n\\n<\/div>\n\n\\n\n\n<p>Vor einigen Jahren habe ich ein Buch gelesen, das mich stark beeindruckt hat: <sup>3<\/sup> Ich m\u00f6chte daraus berichten:<\/p>\n\n\\n\n\n<p><small><sup>3<\/sup>&nbsp;Catherine Marshall, \u201eSchritt f\u00fcr Schritt\u201c, Friedrich Bahn Verlag, Kapitel 3; vergriffen. Es wird nicht mehr aufgelegt.<\/small><\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Warum wurden seine Gebete nicht erh\u00f6rt?<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Ein Afrika-Missionar im Ruhestand war zu Gast bei Katharina und Leonhard. Er sagte ihnen: \u201eIhr hattet mir doch erz\u00e4hlt, dass eine Reihe nichterh\u00f6rter Gebete euch zu schaffen macht. Ich habe in meinem Leben herausgefunden, dass die Grundhaltung des Verzeihens eine Bedingung daf\u00fcr ist, dass meine Gebete erh\u00f6rt werden.\u201c<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Er fuhr fort: \u201eVor einigen Jahren machte ich eine Phase durch, in der meinen Gebeten jede Kraft fehlte, und ich betete daher: Herr,ich habe nicht genug Glauben. Schenke mir mehr Glauben. Ich erkannte dann aber, dass das nicht mein Glaube war, sondern meine Vorbehalte und Vorw\u00fcrfe, meine Vorurteile gegen eine ganze Menge Menschen. Dies war das Problem, warum meine Gebete nicht erh\u00f6rt wurden.\u201c<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Ich denke, wir stimmen alle zu, dass Nichtvergeben bedeutet, etwas gegen jemanden zu haben. Jesus sagte: <em>\u201eAber wenn ihr betet, dann sollt ihr euren Mitmenschen verzeihen, <strong>falls ihr etwas gegen sie habt<\/strong>, damit euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen auch vergibt.\u201c (Mk. 11, 25 GN\u00dc)<\/em> Jesu Auftrag ist es, zu vergeben.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Wer ist \u201eJemand\u201c? Was ist \u201eEtwas\u201c?<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Jemand! Das kann nur die Bedeutung haben: Irgendjemand, jedermann, ohne Ausnahme. Und was bedeutet etwas? Das meint, irgendetwas, ganz gleich was; alles, was immer es sein mag; alles, ohne Ausnahme. Verzeiht, wenn ihr etwas gegen jemand habt.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Wenn ich empfinde, dass mir Unrecht getan wurde, dann soll ich dem anderen vergeben. Dabei kann es sein, dass es tats\u00e4chlich Unrecht war oder dass ich es nur so empfinde. Der andere sieht es vielleicht gar nicht als Unrecht an. Vielleicht war es auch keines, aber ich sehe es so. Es kann sogar sein, dass ich dem anderen meine Vergebung mitteile, und er sagt mir: Ich w\u00fcsste gar nicht, was du mir zu vergeben h\u00e4ttest.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Jesus fordert uns auf, alle einzelnen Ungerechtigkeiten und alles uns zugef\u00fcgte Unrecht zu verzeihen. Im Vater Unser findet sich eine gef\u00e4hrliche Bitte:<\/p>\n\n\\n\n\n<p><em>\u201eVergib uns unsere Schuld, <strong>wie auch wir allen vergeben <span style=\\\"text-decoration: underline;\\\">haben<\/span>, die an uns schuldig geworden sind<\/strong>.\u201c (Mt. 6,12 GNB)<\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Der Nachsatz hierzu im Vater Unser lautet: <em>\u201eWenn ihr den anderen vergebt, was sie euch angetan haben, dann wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr aber den anderen nicht vergebt, dann wird euer Vater euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.\u201c (Mt. 6,14.15 GNB)<\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Ralph Luther sagt dazu: \u201eUnsere Schuldner sind nicht nur die, die uns ausdr\u00fccklich beleidigt haben, sondern alle Menschen, die uns etwas schuldig geblieben sind an Verst\u00e4ndnis, an R\u00fccksicht, an Hilfsbereitschaft, an Dankbarkeit, an Freundschaft oder was es sonst sei. Es kommt uns zu, ihnen die Schuld zu erlassen.\u201d<sup>4<\/sup><\/p>\n\n\\n\n\n<p><small><sup>4<\/sup>&nbsp;Neutestamentlichen W\u00f6rterbuch, S. 264\/65 ,Stichwort \u201eVergebung (unter Menschen)<br \/>\\n<\/small><\/p>\n\n\",\"title\":\"Wie erhalte ich g\u00f6ttliche Vergebungskraft?\"}},{\"type\":\"accordion_item\",\"props\":{\"content\":\"<em>\u201e\u2026 wenn ihr steht und betet, so vergebt.\u201c (Mk 11,25 LU)<\/em> Gem\u00e4\u00df diesem Wort Jesu sollen wir bei unserem n\u00e4chsten Gebet vergeben.Was tun, wenn uns die Bereitschaft dazu fehlt? Dann d\u00fcrfen wir um die Bereitwilligkeit und die Kraft dazu beten. Gott ist bereit, uns zu helfen. Das nebenstehende Gebet k\u00f6nnte etwa lauten:\n\n\n\n\\n\n\n<p>(Darf ich empfehlen: Wenn Du diese Gebete betest, bete laut. Wir k\u00f6nnen uns dadurch viel besser konzentrieren. Die Textangaben in Klammern brauchen wir nicht in unsere Gebete mit hineinzunehmen.)<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Jesus und Stephanus haben \u201evor Gott vergeben\u201c<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Jesus praktizierte das selbst. Er betete am Kreuz, ohne dass sich jemand im Geringsten bei ihm entschuldigt h\u00e4tte: <em>Vater, vergib ihnen! Sie wissen nicht, was sie tun.\u201c (Luk. 23,34 GN\u00dc)<\/em>. Keinem von uns ist bis heute ein so furchtbares Unrecht widerfahren wie unserem Herrn Jesus. Jesus vergab sofort pers\u00f6nlich und legte zus\u00e4tzlich F\u00fcrbitte ein.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Stephanus praktizierte das auch, als er gesteinigt wurde:<em> \u201eDann kniete er [Stephanus] nieder und rief laut: Herr, strafe sie nicht f\u00fcr diese Schuld!\u201c (Apg. 7, 59 GN\u00dc)<\/em> Das hei\u00dft doch: Herr, ich vergebe ihnen und bitte vergib Du ihnen auch!<\/p>\n\n\\n\n\n<div class=\\\"uk-panel-box-ab\\\">\\n\n\n<p><strong>Gebet<\/strong><br \/>\\nVater im Himmel, Du erwartest von uns, dass wir vergeben. Ich wei\u00df, dass Du keine Erwartung an uns stellst, zu der Du uns nicht auch die Kraft gibst. Ich m\u00f6chte vergeben. Aber ich bin noch nicht ganz dazu bereit. So bitte ich Dich herzlich, vergib mir das und beseitige diesen Mangel in meinem Herzen. Jesus hat gesagt: <em>\u201eWenn der Sohn Gottes euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.\u201c <\/em>(Joh. 8,36 GN\u00dc) Daher bitte ich Dich, befreie mich jetzt von meinem Mangel an Vergebungsbereitschaft. Habe Dank, dass Du meine Bitte schon gew\u00e4hrt hast. Du sagst weiter:<\/p>\n\n\\n\n\n<p><em>\u201eDer Gottlose lasse von seinem Weg und der \u00dcbelt\u00e4ter von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserem Gott, <span style=\\\"text-decoration: underline;\\\">denn bei ihm ist viel Vergebung.<\/span>\u201c(Jes. 55,7 LU) <\/em>Bitte schenke mir so viel g\u00f6ttliche Vergebungskraft, wie ich in meiner Situation brauche. Da es eine Bitte nach Deinem Willen ist, danke ich Dir, dass Du mich bereits erh\u00f6rt (1. Joh. 5, 14.15 K\u00dc) und mir Vergebungskraft geschenkt hast.<\/p>\n\n\\n<\/div>\n\n\\n\n\n<p><small><br \/>\\n<strong>Verwendete Bibel\u00fcbersetzungen:<\/strong><br \/>\\nGN\u00dc Die Gute Nachricht und GNB Gute Nachricht Bibel, Deutsche Bibelgesellschaft und Kath. Bibelwerk e.V., Stuttgart<br \/>\\nLU Luther \u00dcbersetzung 1972, \u00d6sterreichische Bibelgesellschaft<br \/>\\nHfa Hoffnung f\u00fcr alle, Fontis-Brunnen-Basel<br \/>\\nK\u00dc K\u00fcrzinger-\u00dcbersetzung, Pattloch-Verlag, Aschaffenburg<\/small><\/p>\n\n\",\"title\":\"Wann sollen wir vergeben?\"}},{\"type\":\"accordion_item\",\"props\":{\"content\":\"Katharina und Leonhard begannen nach dem Besuch des Missionars damit, systematisch ihre Etwas gegen die vielen Jemands abzubauen und aufzuheben. Wie taten sie das? Jeden Morgen nahmen sie sich getrennt eine halbe Stunde Zeit, um ihre Vorw\u00fcrfe, ihre Vorhaltungen und Vorbehalte gegen\u00fcber anderen aufzuschreiben. Danach trafen sie sich jeweils zu einer Gebetsgemeinschaft, in der sie ihren Mitmenschen vergaben.\n\n\n\n\\n\n\n<p>Sie hatten erkannt, dass die Vergangenheit offen bekannt und ausger\u00e4umt werden muss, soweit das m\u00f6glich ist, wenn man in voller Freiheit leben will. Die herrliche Freiheit der Kinder Gottes h\u00e4ngt auch mit Vergeben zusammen: Sie macht uns frei zum Verzeihen. Die von Christus empfangene Vergebung erweist sich im Gew\u00e4hren von Vergebung gegen\u00fcber meinem N\u00e4chsten.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Sie begannen so weit in der Vergangenheit, wie sie sich erinnern konnten. Jeden Morgen bearbeiteten sie einen anderen Abschnitt ihres Lebens. Dabei gruben sie Menschen und Situationen aus, die tief in ihrem Unterbewusstsein verborgen lagen. Sie gingen ihre Kindheit durch, ja, ihr ganzes Leben. Allen \u00c4rger brachten sie vor Gott und unter seine Vergebung. Als sie zur Gegenwart kamen, stellten sie fest, dass sie zu manchen Leuten ein gest\u00f6rtes Verh\u00e4ltnis hatten, das sich unter gewissen Ausfl\u00fcchten tarnte:<\/p>\n\n\\n\n\n<ul>\\n\n\n<li>Er liegt mir nicht.<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Ich glaube, gegen den bin ich allergisch.<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Oh, ich wei\u00df nicht, zwischen uns knistert es immer auf ungute Weise.<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Dem gehe ich besser aus dem Weg<\/li>\n\n\\n<\/ul>\n\n\\n\n\n<p>Ihnen wurde bewusst, dass es das in Jesu Augen nicht gibt. So entschlossen sie sich, diese Leute sozusagen innerlich freizugeben, ob ihnen nun ihre Art lag oder nicht. Vielleicht kann man es so sagen: Sie vergaben ihnen, dass sie anders waren, als sie sie haben wollten. Katharina und Leonhard entdeckten, dass dieses Entr\u00fcmpeln den Weg freimacht, um Menschen zu lieben. <em>\u201eWenn der Sohn Gottes euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.\u201c (Joh. 8,36 GN\u00dc)<\/em><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Haben wir uns schon freimachen lassen von Vorbehalten, Anklagen, \u00c4rger, Vorurteilen, vom Nichtverzeihen in jeder Form? Jesus macht uns frei zum Vergeben und zur Liebe. Wer nicht vergibt, ist selbst ein Gebundener. Er muss dauernd an den anderen denken.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Verzeihen macht uns frei. Ich glaube, in gewisser Weise auch den, dem ich vergeben habe. Der andere sp\u00fcrt es irgendwie, dass die Atmosph\u00e4re bereinigt oder ver\u00e4ndert ist.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Kann mein \u201aVergeben vor Gott\u2018 bei dem anderen etwas bewirken? <\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Der alte Afrika-Missionar war zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass sein Verzeihen zu konkreten Wirkungen Gottes im Leben der Menschen f\u00fchrt, denen wir vergeben haben. Katharina und Leonhard hatten am Anfang wenig Vertrauen, dass sich durch ihre Bekenntnisse und Gebete im Leben der betroffenen Personen positive Ver\u00e4nderungen ergeben w\u00fcrden. Es schien zu simpel, dass der Vorgang des Vergebens und der R\u00fccknahme von Anschuldigungen solche Auswirkungen haben sollte.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Sie haben es gr\u00fcndlich gemacht. Und das ist sicher gut so. Ich habe es auch getan. Sie vergaben alle die Etwas gegen alle Jemands. Dabei stellten sie fest, dass die einfachsten Wege die nachhaltigsten sind, wenn wir dabei Jesu Anweisungen befolgen. Es gibt keinen besseren und einfacheren Weg als Jesu Weisungen.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Mein Verzeihen kann sogar bei dem anderen, dem ich verziehen habe, Umkehr bewirken.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Lindas Verhalten<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Als Katharina Leonhard heiratete \u2013 sie waren beide verwitwet \u2013, bekam sie eine 12-j\u00e4hrige Stieftochter: Linda. Es gab (aus der Sicht von Katharina) manche Probleme im Laufe der Jahre. Sie hielt Linda f\u00fcr ein launisches M\u00e4dchen. Katharina betete und bem\u00fchte sich, das M\u00e4dchen lieb zu haben. Eine Zeitlang ging es gut, dann kam eine neue Krise.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Katharina vergibt Linda vor Gott<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Gerade in dieser Zeit kamen ihnen die Erkenntnisse \u00fcber das Verzeihen. Katharina war wegen Linda sehr bedr\u00fcckt. Sie verbrachte einen ganzen Vormittag damit, alle Vorbehalte und Vorw\u00fcrfe gegen Linda \u2013 bis zur\u00fcck zu ihrem Eintritt in die Familie \u2013 aufzuschreiben und zur\u00fcckzunehmen. Es gab eine Liste mit drei vollen Seiten.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Linda war zu jener Zeit zu Besuch bei ihrer Gro\u00dfmutter. Weder Katharina noch Leonhard informierten Linda, dass sie diesbez\u00fcglich gebetet hatten. Einige Wochen nach diesen Bekenntnissen kam die Wende in Lindas Leben. Linda war nach Hause gekommen.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Linda bekehrt sich<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Sie erz\u00e4hlt selbst folgendes: \u201eEin ganz bestimmter Augenblick hat sich mir unausl\u00f6schlich eingepr\u00e4gt. Ich stand noch mit einem Fu\u00df auf den Fliesen des Badezimmers, mit dem anderen schon in der Dusche. In diesem Augenblick durchfuhr es mich wie ein Blitz, dass \u201eEin Fu\u00df drin \u2013 der andere Fu\u00df drau\u00dfen\u201c ein genaues Abbild meines Lebens war. Schon verschiedentlich war ich drauf und dran gewesen, mein Leben Gott zu \u00fcbergeben. Aber irgendwie tat ich es doch nicht. Ich lebte in ausgesprochenem Widerspruch gegen ihn. Ich f\u00fchlte, dass dies der Augenblick der Entscheidung war\u2013 f\u00fcr IHN oder gegen IHN. Jetzt musste ich mich entscheiden. Jetzt gab es kein Ausweichen mehr. Als ich so da stand, wog ich sorgf\u00e4ltig ab, was es mich kosten w\u00fcrde, auf Gottes Seite zu treten. Mir war dabei klar, dass ich einige Dinge in meinem Leben aufgeben m\u00fcsste. Aber ich war es m\u00fcde, in zwei Welten zu leben und mich f\u00fcr keine zu entscheiden. Ich war am Ende und griff nach seinem Frieden. Ich holte tief Luft und sagte dann laut: \u201eHerr, ich entscheide mich f\u00fcr Dich.\u201c<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Schwierigkeiten und Anfechtungen<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Der folgende Tag brachte Stunden eines schwierigen Gespr\u00e4chs. Es gab ehrliche Eingest\u00e4ndnisse im Familienkreis. F\u00fcr Linda war es der Abschied von Jahren der Feindseligkeit und Schuld. F\u00fcr die Eltern die Erkenntnis von Fehlern, falschen \u00c4ngsten und fehlendem Verst\u00e4ndnis. Kurze Zeit sp\u00e4ter wurde Linda getauft.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt <\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Katharina und Leonhard hatten Sorge gehabt, weil ihre Gebete eine Zeitlang nicht erh\u00f6rt worden waren. Das Erstaunliche war, dass in der Zeit davor, als ihre Gebete erh\u00f6rt worden waren, auch schon die \u201eEtwas\u201c da waren, und trotzdem hatten sie Gebetserh\u00f6rungen erlebt. Das zeigt: Es kann sein, dass einige Deiner Gebete erh\u00f6rt werden. Vielleicht meinst Du auch nur, dass sie erh\u00f6rt worden sind. <em>\u201eGott l\u00e4sst regnen \u00fcber Gerechte und Ungerechte (Matth. 5,45)<\/em> und<em> ist g\u00fctig gegen die Undankbaren\u201c (Luk. 6,35)<\/em>. Vielleicht ist manche scheinbare Erh\u00f6rung gar keine Erh\u00f6rung Deiner Gebete, sondern ein Akt der Barmherzigkeit Gottes.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche Dir und mir eine ungetr\u00fcbte lebendige Beziehung mit unserem Herrn und st\u00e4ndige Gebetserh\u00f6rungen. Was k\u00f6nnen wir an unserer Vergebungsbereitschaft erkennen? An unserer Vergebungsbereitschaft k\u00f6nnen wir f\u00fcr uns selbst ablesen, ob und in welchem Grad wir mit Jesus verbunden sind.<\/p>\n\n\",\"title\":\"Wie kann ich mit den vielen \u201eEtwas\u201c gegen die vielen \u201eJemands\u201c fertig werden?\"}},{\"type\":\"accordion_item\",\"props\":{\"content\":\"Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass Gott sich \u00fcber jeden Menschen freut, der einem anderen vergibt. Wer diesen Weg jedoch mit Sicherheit gehen will und mit bleibendem Ergebnis, der tut gut daran, die folgenden Punkte zu bedenken.\n\n\n\n\\n\n\n<ol>\\n\n\n<li><strong>Bin ich ein wiedergeborener Christ?<\/strong> (Joh. 3,1-21; 1. Joh. 5,13.) Es ist wichtig, in einer echten Beziehung zu Gott zu leben, damit er mein Gebet erh\u00f6ren kann.<\/li>\n\n\\n\n\n<li><strong>Ich muss darauf achten, dass es keine noch zu bekennende S\u00fcnde in meinem Leben gibt<\/strong>, d. h. dass alle meine eigenen S\u00fcnden vergeben sind. Hier werden wir vermutlich unter anderem vor Gott bekennen m\u00fcssen, dass wir uns \u00fcber den Bruder ge\u00e4rgert haben und vielleicht, dass wir ihm nicht sofort vergeben haben. Wir d\u00fcrfen hier beten mit der Verhei\u00dfung aus 1. Joh. 1, 9: Wenn wir bekennen, vergibt er uns.<\/li>\n\n\\n\n\n<li><strong>Vergebung f\u00fcr meine Schuld erlangt zu haben, muss noch nicht gleichzeitig bedeuten, dass ich auch frei bin von meinem \u00c4rger, Groll und unguten Gef\u00fchlen.<\/strong> Daf\u00fcr d\u00fcrfen wir mit Jesu Verhei\u00dfung um Befreiung bitten: <em>\u201eWenn der Sohn Gottes euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.\u201c (Joh. 8,36 GN\u00dc)<\/em> Und durch die folgende wunderbare Zusage&nbsp;Gottes d\u00fcrfen wir wissen, dass wir das Erbetene bereits besitzen, wenn wir nach dem Willen Gottes gebetet haben: <em>\u201eUnd das ist die Zuversicht, die wir haben zu ihm, dass, wenn wir etwas bitten nach seinem Willen, so h\u00f6rt er uns.\u201c (1. Joh. 5,14 LU) <\/em><em>\u201eUnd wissen wir, dass er uns erh\u00f6rt, wenn wir ihn um etwas bitten [nach seinem Willen], <strong>dann wissen wir auch, dass wir schon im Besitz des Erbetenen sind, um das wir ihn gebeten haben.<\/strong>\u201c (1. Joh. 5, 15 K\u00dc)<\/em>. <sup>5<\/sup><\/li>\n\n\\n\n\n<li><strong>Ich darf Gottes Vergebungskraft f\u00fcr mich beanspruchen.<\/strong> Wir werden oft aus eigener Kraft nicht in der Lage sein, zu vergeben. Hier d\u00fcrfen wir wissen: <em>\u201eBei Gott ist viel Vergebung.\u201c (Jes. 55,7 LU)<\/em> Vergeben ist Gottes Gebot. <em><em>\u201eVergebt, so ihr etwas wider jemanden habt.\u201c (Mark. 11,25 LU) \u201eVergib uns unsere Schuld, wie auch wir jedem verzeihen, der uns Unrecht getan hat.\u201c (Matth. 6,12 GN\u00dc)<\/em><\/em>Beanspruche im Glauben \u2013 durch ein Gebet mit Verhei\u00dfungen \u2013 Gottes Vergebungskraft f\u00fcr Dein Vergeben und glaube dann, dass Du das Erbetene bereits besitzt. (1. Joh. 5, 14.15) Nachdem der Herr die Vergebung geboten hat, ist es auch m\u00f6glich, es mit seiner Hilfe sofort und ganz zu tun. Gott gebietet nichts, was wir mit seiner Hilfe nicht auch tun k\u00f6nnen. Die Vergebung bleibt f\u00fcr immer, wenn ich in Christus bleibe. Bleibe ich nicht in Christus, kann die Geschichte eines Tages wieder aufkommen durch das ber\u00fchmte Kamel, welches das Gras abfrisst. Man sagt ja: Wenn Gras \u00fcber eine Sache gewachsen ist, kommt eines Tages bestimmt ein Kamel und frisst es wieder ab.Wer sagt: Ich kann nicht vergeben, der sollte sich fragen, ob er \u00fcberhaupt vergeben will. Meine Mutter sagte immer: \u201eWer sagt: Ich kann nicht, der will nicht.\u201c Aber vielleicht konntest Du nicht vergeben, weil Du nicht wusstest, wie Du mit Gottes Hilfe vergeben kannst.<\/li>\n\n\\n\n\n<li><strong>Ich darf dem Herrn sagen, dass ich meinem Bruder hiermit alles vergebe,<\/strong> was er mir oder anderen angetan hat oder angetan haben soll. Dabei ist es gut, die Dinge beim Namen zu nennen.<\/li>\n\n\\n\n\n<li><strong>Bete f\u00fcr den, dem Du vergeben hast, dass der Herr ihn segnen und ihm helfen m\u00f6ge.<\/strong><\/li>\n\n\\n\n\n<li><strong>Erbitte Dir in einem Verhei\u00dfungsgebet die Liebe Gottes, um den Betreffenden von Herzen lieben zu k\u00f6nnen.<\/strong><\/li>\n\n\\n\n\n<li>Solltest Du <strong>noch irgendeine Schwierigkeit<\/strong> mit dem Vergeben haben, dann suche eine Person deines Vertrauens zu einem seelsorgerlichen Gespr\u00e4ch auf.<\/li>\n\n\\n\n\n<li>Es kann sein, dass wir im Glaubensgebet vergeben haben, aber <strong>dass unsere Gef\u00fchle noch nicht folgen. Was tun?<\/strong> Wir sollten jetzt nicht den ganzen Vorgang wiederholen, sondern Gott danken, dass wir mit seiner Hilfe verzeihen konnten. Danach sollten wir solange danken, bis unsere Gef\u00fchle nachkommen.<\/li>\n\n\\n<\/ol>\n\n\\n\n\n<p><small><sup>5<\/sup>&nbsp;Es ist sehr wertvoll, wenn wir lernen, mit den Verhei\u00dfungen Gottes zu beten. Es kann nachgelesen werden in der Brosch\u00fcre \u201eSchritte zur pers\u00f6nlichen Erweckung\u201c in Kap. 4<\/small><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Vergebung ist die Angelegenheit eines Gebetes. Es ist keine Frage der Zeit. Es ist nicht eine Angelegenheit von Jahren. Es geht nicht darum, Gras dar\u00fcber wachsen zu lassen. Es geht auch nicht darum, zu versuchen, zu vergeben. Es steht nirgends in der Bibel, dass wir etwas versuchen sollen, was Gott geboten hat, sondern wir sollen es tun \u2013 und im Fall des Verzeihens geht es ganz klar darum, sofort zu vergeben.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>(Wenn jemand noch nicht im Glauben ist; ist es gut, zus\u00e4tzlich vorher den hier vorausgestellten Absatz zu beten. Darf ich empfehlen laut zu beten. Die Bibelstellen brauchen wir im Gebet nicht zu erw\u00e4hnen.)<\/p>\n\n\\n\n\n<div class=\\\"uk-panel-box-ab\\\">\\n\n\n<p><strong>Gebet<\/strong><br \/>\\n\u201eGro\u00dfer Gott, ich wei\u00df nicht, ob es Dich gibt. Aber, wenn es Dich gibt, dann erh\u00f6re mein Gebet, damit auch ich wei\u00df, dass Du da bist und dass Du Dich um mich k\u00fcmmerst. Ich danke Dir herzlich daf\u00fcr.<\/p>\n\n\\n\n\n<p class=\\\"uk-text-center\\\"><strong>***<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Vater im Himmel, ich danke Dir, dass ich mich mit meinem Problem an Dich wenden darf.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Ich bekenne Dir, dass ich \u00c4rger (Groll, Zorn) habe auf \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026. wegen\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026 Ich bitte Dich daf\u00fcr um Vergebung. Ich freue mich, dass Du mir diese S\u00fcnde vergibst. Da Dein Wort uns sagt: <em>\u201eWenn wir aber unsere Schuld eingestehen, d\u00fcrfen wir uns darauf verlassen, dass Gott Wort h\u00e4lt: Er wird uns dann unsere Verfehlungen vergeben und alle Schuld von uns nehmen, die wir auf uns geladen haben\u201c (1. Joh. 1,9 GN\u00dc)<\/em>, danke ich Dir herzlich, dass Du mir bereits vergeben hast (1. Joh. 5,14.15 K\u00dc).<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Vater, ich habe jedoch die Not, dass meine innere Last noch vorhanden ist. Ich kann mich selbst nicht davon befreien. Dein Wort sagt:<em> \u201eWenn der Sohn Gottes euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.\u201c (Joh.8,36 GN\u00dc)<\/em> Daher bitte ich Dich, mich jetzt von meinem \u00c4rger (Groll, Zorn) frei zu machen. Da Dein Wort au\u00dferdem sagt, dass Du Bitten nach Deinem Willen erh\u00f6rst und dass wir das Erbetene dann bereits besitzen (1. Joh. 5,14.15 K\u00dc), danke ich Dir herzlich, dass Du mich bereits frei gemacht hast. Meine menschliche Vergebungskraft reicht nicht aus, aber ich danke Dir, dass es g\u00f6ttliche Vergebungskraft gibt. Nun bitte ich Dich in Deiner gro\u00dfen G\u00fcte,&nbsp;dass Du mir Vergebungskraft schenkst, denn Dein Wort sagt: Bei unserem Gott ist viel Vergebung (nach Jes. 55,7). Bitte schenke mir aus Deinem Vergebungsschatz alle Vergebung, die ich brauche. Habe Dank, dass Du auch diese Bitte erh\u00f6rt hast.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Danke, dass Du mich nun vorbereitet hast, um \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026(Name) sein Unrecht \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026(Angelegenheit) zu vergeben. Du, Herr Jesus, hast gesagt: Wenn ihr betet, so vergebt, wenn ihr etwas wider jemanden habt, auf dass auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure \u00dcbertretungen (nach Mark. 11,25). \u2013Aufgrund Deines Auftrags und Deiner Bef\u00e4higung vergebe ich jetzt \u2026\u2026\u2026\u2026.. (Name) sein Unrecht \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026. (Angelegenheit). Hab herzlich Dank, dass ich das durch Deine Hilfe jetzt tun konnte.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Ich bitte Dich, schenke mir auch Liebe zu \u2026\u2026\u2026\u2026. und segne ihn. Sollten wir eine Gelegenheit haben, miteinander \u00fcber dieses Anliegen zu sprechen, so bitte ich Dich, bewahre mich vor jedem unrechten Wort und \u2013wenn irgend m\u00f6glich \u2013, bef\u00e4hige mich, ihm zurecht zu helfen, damit auch er mit Deiner Hilfe von seiner Last frei wird.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Habe Lob und Dank f\u00fcr Deine gn\u00e4dige Hilfe.<br \/>\\nAmen.<\/p>\n\n\\n<\/div>\n\n\",\"title\":\"Wie kann ich mit Gottes Hilfe sofort, ganz und bleibend vergeben?\"}},{\"type\":\"accordion_item\",\"props\":{\"content\":\"Indem wir eine positive Haltung zu dem Schuldigen einnehmen, jedoch eine negative zu dem Vorfall. Der Blick wird auf den Vorfall gerichtet, nicht auf die Person, die mir etwas angetan hat.\n\n\n\n\\n\n\n<p>Vergebung kann in dem Schuldigen ein Instrument in der Hand Gottes sehen. Vielleicht wollte Gott meine Aufmerksamkeit auf die N\u00f6te und Probleme des Schuldigen lenken.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Vergebung erkennt, dass Bitterkeit ein Recht f\u00fcr sich in Anspruch nimmt, das wir nicht haben. Bitterkeit ist ein unbewusstes Mittel, sich an dem zu r\u00e4chen, der uns etwas angetan hat.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Vergebung ist sich dar\u00fcber klar, dass der Misset\u00e4ter bereits die Folgen seiner Handlung versp\u00fcrt.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Vergebung kann sich auch darin zeigen, dass wir bereit sind, mit Gottes Hilfe zugunsten des Schuldigen zu wirken.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Ich meine, wir k\u00f6nnen es auch daran merken, ob wir im Frieden an den Betreffenden denken k\u00f6nnen, der uns Unrecht getan hat oder getan haben soll, und auch daran, dass es uns nicht dr\u00e4ngt, das zu erz\u00e4hlen, was man uns tats\u00e4chlich oder vermeintlich angetan hat. Wenn wir die alten Dinge immer wieder erz\u00e4hlen, dann meine ich, kann kaum ein wirkliches Vergeben geschehen sein.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Vielleicht liegt das Problem aber auch darin, dass Du vergeben wolltest und es allein nicht geschafft hast. Wir brauchen zum Vergeben h\u00e4ufig die Hilfe unseres Herrn. Jesus sagt:<em> \u201eDenn ohne mich k\u00f6nnt ihr nichts vollbringen.\u201c (Joh. 15,5 GN\u00dc)<\/em> und: <em>\u201eAlles kann&nbsp;ich durch Christus, der mir Kraft und St\u00e4rke gibt.\u201c (Phil. 4,13 Hfa)<\/em> Aus diesem Grund ist es gut, wenn wir \u2013 wie bereits dargelegt\u2013 unseren wunderbaren himmlischen Vater um Vergebungskraft bitten.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Vergessen!?<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>H\u00e4ufig h\u00f6ren wir: Vergeben werde ich, aber vergessen werde ich es ihm nie. Ich denke, dass dieser Standpunkt \u00fcberwunden ist, wenn wir im Sinne dieser Darlegungen gebetet haben. Ich habe erlebt, dass ich mich nach dem Vergeben genau an die Vorg\u00e4nge erinnert habe, aber es hat mich in keiner Weise mehr belastet und auch nicht meine Beziehung zu dem Betreffenden gest\u00f6rt. Es gab auch F\u00e4lle, in denen ich gebetet habe, dass unser himmlischer Vater meine Erinnerung an den Vorgang l\u00f6schen m\u00f6ge. Er hat es getan. Wir haben einen wunderbaren Gott.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte mit einer weiteren Erfahrung schlie\u00dfen, bei der die Beteiligten noch keine Nachfolger Jesu waren, au\u00dfer Tante Sybille. (Die Namen sind alle ge\u00e4ndert)<\/p>\n\n\",\"title\":\"Woran k\u00f6nnen wir feststellen, ob wir wirklich vergeben haben?\"}},{\"type\":\"accordion_item\",\"props\":{\"content\":\"Tante Sybille kannte die Erfahrungen, die Katharina und Leonhard gemacht hatten, als sie mit Hilfe Gottes alle Etwas gegen alle Jemands vergaben. Daher bedr\u00e4ngte Sybille eines Tages ihre Schwester Loretta, auch diesen Weg zu gehen. Wie war die Situation? Loretta und ihr Mann Tim hatten eine einzige Tochter. Sie war ein h\u00fcbsches M\u00e4dchen; ich nenne sie jetzt Helga. Helga machte (aus Sicht der Eltern)&nbsp;nach ihrem 17. Geburtstag eine bedrohliche Ver\u00e4nderung ihres Wesens durch. Sie wurde einsilbig, launisch und geheimnistuerisch. Die Noten wurden schlecht. Sie rauchte Marihuana-Zigaretten und nahm Rauschgift. Alle Mahnungen halfen nichts. Eines Tages war sie verschwunden. Man fand sie in einer Gro\u00dfstadt. Sie hatte dort einen Freund gefunden und lebte dort mit ihm zusammen.\n\n\n\n\\n\n\n<p>Tante Sybille lud die jungen Leute zu Weihnachten ein. Sie kamen auch tats\u00e4chlich. Sie begr\u00fc\u00dfte sie liebevoll, gab ihnen gro\u00dfartig zu essen. Dann fragten die jungen Leute, wo sie schlafen sollten. Tante Sybille fragte: \u201eSeid ihr verheiratet?\u201c Sie sch\u00fcttelten die K\u00f6pfe. Da sagte Tante Sybille: \u201eIch werde euch getrennte Zimmer geben.\u201c Helga schrie: \u201eDu bist genau so falsch wie die anderen!\u201c und fort war sie mit ihrem Freund.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Einige Zeit sp\u00e4ter kamen Helgas Eltern \u2013 Loretta und Tim \u2013 zu Besuch zu Tante Sybille. Sie bem\u00fchte sich, sie dazu zu bringen, Helga zu vergeben.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Einige Monate sp\u00e4ter zogen Helga und ihr Freund in die N\u00e4he von Tante Sybille. Sie nahmen auch mit ihr Kontakt auf. Schlie\u00dflich entschlossen sie sich auch, zu heiraten. Das unverheiratete Zusammenleben war ihnen schick vorgekommen und hatte ihnen Spa\u00df gemacht. Aber sie hatten nur wenige wirkliche Freunde. Hinzu kam eine innere Unzufriedenheit, die sie nicht fassen konnten. Aber sie erkannten, dass die Ehe einen tieferen Sinn hat, als sie angenommen hatten.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Helgas Eltern lehnten es ab, zur Trauung zu kommen. [Auch Eltern k\u00f6nnen an ihren Kindern unrecht und lieblos handeln. Ich&nbsp;hoffe, dass sie bei der Vers\u00f6hnung das junge Paar um Vergebung gebeten haben.] Loretta, die Mutter, w\u00e4re sehr gerne gekommen, aber ohne ihren Mann wollte sie es nicht tun. V\u00f6llig verzweifelt \u00fcber ihre Situation, entschloss sich Loretta, das zu tun, was ihre Schwester Sybille ihr vor Monaten gesagt hatte.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>In derselben Stunde, w\u00e4hrend Helga weit weg von zu Hause getraut wurde, zog sich ihre Mutter in das Schlafzimmer zur\u00fcck und tat zwei Dinge: Sie \u00fcbergab ihr Leben Jesus und brachte zwei Stunden damit zu, alle ihre Vorw\u00fcrfe und Anklagen gegen Helga, von deren 17. Lebensjahr ab, zu Papier zu bringen. Sie erkannte, wie viele Dinge gegen die Tochter sich bei ihr angesammelt hatten. Vor Gott vergab sie ihrer Tochter. Loretta war erleichtert und gl\u00fccklicher, als sie alle die Jahre gewesen war.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Jetzt bedr\u00e4ngte sie ihren Mann, doch auch der Tochter zu vergeben. Er fand es besonders hart, dem Freund Helgas zu vergeben, der in seinen Augen \u201esein kleines M\u00e4dchen verf\u00fchrt hatte\u201c.<\/p>\n\n\\n\n\n<p>Dann kam der denkw\u00fcrdige Tag, an dem die jungen Leute in Sybilles Wohnzimmer mit ihren Eltern vers\u00f6hnt wurden. Helga bat ihren Vater um Vergebung f\u00fcr die harten Worte von damals. Sie umarmte ihre Mutter und weinte. Dann kniete sie zu aller Erstaunen vor ihrer Tante nieder und sagte: \u201eTante Sybille, du hattest Recht damals, als du uns in zwei getrennten Zimmern unterbringen wolltest. Der Grund daf\u00fcr, dass ich so w\u00fctend wurde, war der, dass ich genau wusste, dass du Recht hattest. Das ist auch der Grund, warum wir hierher gezogen sind. Wir haben gesp\u00fcrt, dass Du der einzige Mensch bist, dem wir vertrauen konnten. Du bist f\u00fcr etwas eingestanden, und zutiefst w\u00fcnschten wir uns zu haben, was du hast.\u201c<\/p>\n\n\",\"title\":\"Die Erfahrung von Loretta, Sybille & Tim\"}}]},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p><strong>Mein Wunsch<\/strong><\/p>\n\n\\n\n\n<p>Beziehungen zwischen Menschen werden wieder hergestellt durch Vergebung. Gott schenke Dir und mir, er schenke uns allen, solche Wunder in unseren Familien und in unseren Gemeinden.<\/p>\n\n\\n\n\n<p><strong>Vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\",\"margin_bottom\":\"default\",\"margin_top\":\"default\"}}]}]}],\"name\":\"Inhalt\"},{\"type\":\"section\",\"props\":{\"class\":\"de-only\",\"image_position\":\"center-center\",\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"\",\"width\":\"small\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"module_position\",\"props\":{\"breakpoint\":\"m\",\"content\":\"builder-2\",\"layout\":\"stack\"},\"name\":\"CTA: Lebenshilfe & E-Coach \"}]}]}],\"name\":\"Call to Action\"},{\"type\":\"section\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"\",\"width\":\"default\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"DAS K\u00d6NNTE DICH AUCH INTERESSIEREN\",\"image_align\":\"left\",\"image_margin\":\"xsmall\",\"text_align\":\"center\",\"title_element\":\"h1\",\"title_style\":\"h3\"}},{\"type\":\"gallery\",\"props\":{\"filter_align\":\"left\",\"filter_all\":true,\"filter_grid_breakpoint\":\"m\",\"filter_grid_width\":\"auto\",\"filter_position\":\"top\",\"filter_style\":\"tab\",\"grid_column_gap\":\"small\",\"grid_default\":\"1\",\"grid_medium\":\"3\",\"grid_row_gap\":\"small\",\"grid_small\":\"2\",\"image_height\":200,\"image_hover_box_shadow\":\"small\",\"image_orientation\":false,\"image_transition\":\"scale-up\",\"image_width\":400,\"item_animation\":true,\"lightbox_bg_close\":true,\"link_style\":\"text\",\"link_text\":\"\",\"margin_bottom\":\"default\",\"margin_top\":\"default\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"meta_style\":\"text-meta\",\"overlay_hover\":false,\"overlay_link\":true,\"overlay_mode\":\"cover\",\"overlay_position\":\"center\",\"overlay_style\":\"overlay-primary\",\"overlay_transition\":\"fade\",\"parallax_easing\":\"1\",\"show_content\":false,\"show_hover_image\":true,\"show_hover_video\":true,\"show_link\":true,\"show_meta\":false,\"show_title\":true,\"text_align\":\"center\",\"text_color\":\"light\",\"title_element\":\"h5\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_style\":\"h5\"},\"children\":[{\"type\":\"gallery_item\",\"props\":{\"image\":\"wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-stadt.jpg\",\"link\":\"beziehung-zu-gott\/was-ist-lebenserfolg\",\"title\":\"Was ist Lebenserfolg?\"}},{\"type\":\"gallery_item\",\"props\":{\"image\":\"wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-bibel.jpg\",\"link\":\"beziehung-zu-gott\/was-ist-das-hauptanliegen-der-bibel\",\"title\":\"Was ist das Hauptanliegen der Bibel?\"}},{\"type\":\"gallery_item\",\"props\":{\"image\":\"wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-herz.jpg\",\"link\":\"wege-zum-ziel\/sinnbilder-der-liebe-gottes\",\"title\":\"Sinnbilder der Liebe Gottes\"}},{\"type\":\"gallery_item\",\"props\":{\"image\":\"wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-kreuz.jpg\",\"link\":\"beziehung-zu-gott\/jesus-einzigartig-und-unvergleichlich\",\"title\":\"Jesus von Nazareth\"}},{\"type\":\"gallery_item\",\"props\":{\"image\":\"wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-taube.jpg\",\"link\":\"beziehung-zu-gott\/leben-in-der-kraft-gottes\",\"title\":\"Leben in der Kraft Gottes\"}},{\"type\":\"gallery_item\",\"props\":{\"image\":\"wp-content\/uploads\/2021\/03\/bzg-interesse-beten.jpg\",\"link\":\"zweifel-oder-glaube\/ich-will-gott-erleben\",\"title\":\"Ich will Gott erleben\"}}]}]}]}],\"name\":\"Weiteres Angebot\"}],\"version\":\"5.0.43\"} --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HAST DU ETWAS GEGEN JEMANDEN? WIE KANN ICH VERGEBEN UND VERGESSEN? \u2013 VERZEIHEN BEFREIT BEIDE! Vergeben ist manchmal schwer. Menschlich gesehen ist es sogar manchmal unm\u00f6glich. Aber mit Gottes Hilfe ist es auf jeden Fall m\u00f6glich. Es geht heute um folgende Fragen: Warum sollen wir anderen vergeben? Wie erhalte ich g\u00f6ttliche Vergebungskraft? Woran kann ich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3001,"parent":26,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-660","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gotterfahren.info\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/660","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gotterfahren.info\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/gotterfahren.info\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gotterfahren.info\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gotterfahren.info\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=660"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gotterfahren.info\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/660\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14988,"href":"https:\/\/gotterfahren.info\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/660\/revisions\/14988"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gotterfahren.info\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/26"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gotterfahren.info\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3001"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gotterfahren.info\/hu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}